Folgen Sie uns F Y T I R
Demo gegen Massentourismus

"Weniger Tourismus, mehr Leben": So verlief die Demo gegen Massentourismus auf Mallorca

Mehr als 30 Bürgerkollektive hatten anlässlich des europäischen Tourismusgipfels zu der Kundgebung aufgerufen

Rund tausend Menschen nahmen an der Demo am Montagabend teil. | Jaume Morey

| | | Mallorca |

Rund 1000 Menschen haben am Montagabend in Palma gegen den Massentourismus auf Mallorca demonstriert. Die Kundgebung fand unter dem Motto "Weniger Tourismus, mehr Leben" im Zentrum der Balearenhauptstadt statt. Die Organisatoren hatten anlässlich des derzeit auf der Insel ausgetragenen europäischen Tourismusgipfels zu der Veranstaltung aufgerufen.

Der Marsch begann um 19.15 Uhr an der Porta de Santa Catalina (der Beginn war für 19.00 Uhr vorgesehen) und führte über den Passeig Mallorca, die bekannte Einkaufsstraße Jaume III, Plaça Joan Carles I und schließlich zum Paseo Borne, wo ein von insgesamt 77 Organisationen unterzeichnetes Manifest verlesen wurde.

Zu den musikalischen Rhythmen von Batucada-Trommlern wurde die Demonstration von einer Vielzahl von Transparenten begleitet. Das mit dem Slogan "Menys turisme, més vida" (Weniger Tourismus, mehr Leben) führte den Marsch an. Doch auch weitere Plakate wurden in die Höhe gehalten. Auf ihnen war unter anderem zu lesen: "És ben hora d'aturar" (Es ist Zeit aufzuhören), "Palma, lliure de lloguer turístic en habitatges plurifamiliars" (Palma, frei von touristischen Vermietungen in Mehrfamilienhäusern) oder "Stop jets privados" (Stoppt Privatjets).

Hintergrund

Auf Mallorca treffen sich am 30. und 31. Oktober die Tourismusminister der jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten, um unter anderem über die Zukunft des Tourismus zu debattieren. Mehr als 30 Bürgerkollektive luden im Voraus zum Gegengipfel ein. Im Mittelpunkt des Gegengipfels steht das bisherige Tourismusmodell, das auf stetiges Wachstum und den Verbrauch natürlicher Ressourcen basiert. Die Veranstalter wollen dem Medienbericht zufolge den angereisten Tourismusverantwortlichen aus Politik und Wirtschaft "die gesellschaftspolitischen Folgen" vor Augen führen, die der Massentourismus für ein Reiseziel wie Mallorca habe.

Zum Thema
Meistgelesen