Die Bilder von explodierenden Drohnen über Riad gingen um die Welt – und mittendrin einer der bekanntesten Sportler des Planeten: Cristiano Ronaldo. Während sich die Lage im Nahen Osten dramatisch zuspitzte, soll der portugiesische Superstar in der Nacht die saudische Hauptstadt verlassen haben.
Auslöser der Aktion des Fußballstars war der gemeinsame Militärschlag der Vereinigten Staaten und Israel gegen Ziele im Iran. Die Antwort folgte prompt: Raketen und Drohnen wurden auf US-Einrichtungen in mehreren Ländern der Region abgefeuert. Auch Riad geriet ins Visier. Berichten zufolge wurde die US-Botschaft von Drohnen getroffen – die Stadt versank in Alarmbereitschaft.
Offiziell ist nicht bestätigt, dass der Fußballgott an Bord des Jets war
In dieser angespannten Atmosphäre soll sich Ronaldo zu einem drastischen Schritt entschlossen haben. Daten des Flugportals Flightradar24 zeigen, dass am Montagabend um 20 Uhr Ortszeit eine Bombardier Global Express 6500 aus Riad abhob – Ronaldos rund 70 Millionen Euro teurer Privatjet. Nach etwa sieben Stunden landete die Maschine in Madrid. Offiziell bestätigt ist nicht, wer an Bord war. Doch vieles deutet darauf hin, dass der 41-Jährige gemeinsam mit seiner Familie ausgereist ist. Das berichteten diverse englische, spanische und deutsche Medien, darunter die Daily Mail, El Independiente, Euronews und die Bild.
Ob Ronaldo demnach in Madrid bleiben wird oder sich sogar nach Mallorca begibt, ist indes unklar. Der Weltfußballer ist stark mit der Insel verbunden und nutzte Mallorca immer wieder für Aufenthalte. Ronaldo hatte eine exklusive Luxusvilla in der Serra de Tramuntana als Urlaubsdomizil. In anderen Sommermonaten wurde der Fußballgott in den Gewässern bei Illetes sowie im Hafen von Andratx mit seiner Luxusyacht, der Azimut Grande 27 Metri, gesichtet.
Seit 2023 lebt Ronaldo mit seiner Partnerin Georgina Rodríguez und seinen fünf Kindern in Riad. Als Gesicht von Al-Nassr FC und Superstar der Saudi Pro League war er zum Symbol für den sportlichen Aufbruch des Landes geworden. Nun rückt plötzlich nicht mehr der Fußball, sondern die Sicherheit seiner Familie in den Mittelpunkt.
In sozialen Netzwerken überschlugen sich die Reaktionen. Millionen Fans bangten um ihr Idol. Viele fragten sich: Ist Ronaldo geflohen? Das US-Außenministerium hatte amerikanische Bürger zuvor zur Ausreise aus mehreren Ländern der Region aufgerufen. Zahlreiche internationale Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet. Riad wirkte zeitweise wie eine Stadt im Ausnahmezustand.
Auch sportlich ist die Situation brisant. Ronaldo hatte zuletzt mit einer Muskelverletzung zu kämpfen und wurde beim 3:1-Sieg von Al-Nassr ausgewechselt. Zudem wurde das Viertelfinale in der AFC Champions League Two gegen Al-Wasl aufgrund der Sicherheitslage verschoben. Ob und wann er auf den Platz zurückkehrt, ist ungewiss. Fest steht, dass der Mann, der Stadien füllt und weltweit Schlagzeilen mit Toren schreibt, plötzlich im Schatten eines realen Konflikts steht.