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Felipe VI. ganz allein auf Mallorca: Der König ohne Protokoll sorgt für Aufsehen in der Karwoche

Felipe VI. wurde in Palmas Trendviertel Es Molinar ohne protokollarische Begleitung gesehen und später allein beim Restaurantbesuch beobachtet

Zweifellos ist die Person auf dem Bild der spanische König, der allein spazieren geht. | Foto: J. A.

| | Mallorca |

Mallorca steht in der Karwoche im Zeichen eines ungewöhnlich persönlichen Auftritts von König Felipe VI., der ohne protokollarische Begleitung an einer Prozession in Palmas Stadtteil Es Molinar teilnimmt und sich zugleich mit lokalen Initiativen solidarisch zeigt.

Der Monarch wurde dabei von der spanischen Presse beobachtet, wie er allein ein Restaurant in El Molinar am Stadtrand der Balearenkapitale verließ, nachdem er sich mit dem Musiker Jaume Anglada getroffen und mit ihm zu Mittag gegessen hatte. Die Szene wirkt bemerkenswert, weil sie mit den üblichen Bildern der Monarchie bricht: keine sichtbare Entourage, kein strenges Protokoll, stattdessen ein König, der ruhig zwischen Autos und Palmen entlanggeht – beinahe wie ein gewöhnlicher Passant.

Keine Entourage, kein Protokoll: Felipe VI. wirkt nahbar und normal

Das unverfälschte Bild, ohne nachträgliche Bearbeitung (Photoshop) aufgenommen, zeigt Felipe VI. fernab der Institution, die er repräsentiert. Es vermittelt einen seltenen Eindruck von Nähe und Normalität. Historisch galt insbesondere die Umgebung des Palacio de Marivent im Stadtteil Cala Major als Rückzugsort der Königsfamilie, ein Ort, an dem sie dem öffentlichen Druck zeitweise entkommen konnte. Doch diese Zeiten haben sich gewandelt: Die Aufenthalte des Königs auf der Insel sind heute kürzer, diskreter und weniger präsent als in früheren Jahren, als er noch als junger Prinz regelmäßig lange Ferien dort verbrachte.

Gerade in diesem Kontext wirkt sein selbstbewusstes, unbegleitetes Auftreten umso bedeutungsvoller. Es scheint ein stilles Signal zu sein – ein Rückgriff auf persönliche Verbundenheit mit einem Ort, der ihn geprägt hat, auch wenn er ihn heute nur noch flüchtig besucht. Gleichzeitig relativiert sich der Eindruck völliger Unabhängigkeit schnell: Wenig später tauchen die Sicherheitskräfte und Bodyguards wieder auf, die seine Bewegungen aus der Distanz überwacht hatten.

Aufgenommen wurde die Szene zu Beginn der Karwoche vom UH-Journalisten Julián Aguirre. Dass ihm dieses Bild gelang, war kein Zufall, sondern das Ergebnis klassischer journalistischer Hartnäckigkeit – eines Prinzips aus einer Zeit, in der Geschichten nicht in sozialen Netzwerken gefunden wurden, sondern vor Ort: Wer das Foto will, muss hinausgehen und sich selbst ein Bild von der Situation machen.

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