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Nit de l'Art 2023

In Palma steigt an diesem Samstag wieder die Nit de l'Art – das "Volksfest" der Kunst

Am Samstag, 23. September, veranstaltet der Galeristenverband Art Palma Contemporani die Nit de l'Art. Die ersten Highlights gibt es schon diesen Freitag.

Palmas Kunstnacht: Ein Top-Event für alle – Experten, Kunstinteressierte und blutige Laien. | T. Ayuga

| Palma, Mallorca | |

Die Nit de l’Art in Palma lässt sich mit Fug und Recht als Volksfest im Zeichen der zeitgenössischen Kunst bezeichnen. Bemerkenswert ist nicht nur, dass es ausgerechnet Kunst vermag, Zehntausende von Menschen an nur einem Abend anzuziehen, der im 27. Jahr des Events am Samstag, 23. September, von 18 bis 23 Uhr stattfindet. Beachtlich ist auch, dass die Kunstnacht erneut gewachsen ist und sich ihr Programm mittlerweile über eine Woche zieht.

Ausgerichtet wird die Nit de l'Art vom Galeristenverband Art Palma Contemporani, der mit diesem Event die neue Saison einläutet. Trotz des plötzlichen Todes von Juan Antonio Horrach Moyà im Oktober 2022 und der Schließung seiner beiden Galerien ist die Mitgliederzahl der Organisation gewachsen. Neu hinzugekommen sind die Galerien Fermay und La Bibi. Sie gesellen sich zu den bisherigen Kunstbetrieben Aba Art Lab, Baró, CCA Andratx, Galeria Fran Reus, Kewenig Palma, L21 Gallery, Maior Pollença, Galeria Pelaires, Pep Llabrés Art Contemporani und Galería Xavier Fiol. Angegliedert an das offizielle Programm wurden außerdem die Ausstellungen der Galerien M77 und PGallery. Macht unterm Strich mittlerweile 14 Kunstbetriebe, die an der Nit de l'Art teilnehmen, und ergo mehr Ausstellungen.

Die Insel ist durch herausragende Künstlerinnen Mallorcas mit attraktiven Einzelausstellungen vertreten: mit Teresa Matas im Aba Art Lab, Susy Gómez in Baró, Laia Ventayol in der Galería Maior und Lin Utzon, deren Schau "Cosmic Dance" das CCA Andratx im Hotel Sant Francesc präsentiert. Der junge mallorquinische Künstler Josep Santamaria hat mit Xavier Fiol und Pep Llabrés gleich an zwei verschiedenen Orten eine Einzel-ausstellung.

Ebenso bemerkenswert ist das breite Angebot an Einzelausstellungen internationaler Künstler wie Inês Zenha bei Pelaires, Marian Garrido in der Galeria Fran Reus, Andi Fischer bei Kewenig Palma oder Ákos Ezer in der Galerie L21. Zu Gruppenausstellungen laden die Galerien La Bibi und Fermay ein. Die drei auswärtigen Galerien des Verbands – das CCA Andratx, La Bibi in Establiments und die Galerie Maior in Pollença – stellen während der Nit de l’Art zudem in der Misericòrdia, dem Kulturzentrum des Inselrats, aus.

Wer mehr über die Ausstellungen und die Künstler erfahren will, kann an einer der zwölf kostenlosen Führungen teilnehmen, die bis Ende Oktober unter der Rubrik „Art Palma Gallery Walks” angeboten werden. Sie werden je nach Termin auf Spanisch, Katalanisch und Englisch abgehalten. Für die Besichtigung der auswärtigen Galerien fährt am Samstag, 23. September, ein Bus zur Galerie La Bibi und zum CCA Andratx, eine weitere Fahrt geht am Sonntag, 24. September, zur Galeria Maior nach Pollença. Bei diesem Ausflug steht darüber hinaus die Besichtigung des Skulpturengeländes Coster und des Museums Pollença auf dem Programm. Abfahrt ist jeweils um 10.30 Uhr vor dem Hotel Jaime III (Paseo Mallorca 14B), Anmeldungen sind über artpalmacontemporani.com oder direkt bei eventbrite.es möglich.

Auch andere private und öffentliche Einrichtungen und Initiativen beteiligen sich am offiziellen Programm von Mallorcas größtem Kunstevent. Die Folge: Die Nit de l’Art im weiteren Sinne hat bereits am vergangenen Freitag und Samstag begonnen und zieht sich bis in die Gemeinde Calvià. Im Hotel de Mar Gran Meliá in Illetes veranstalteten die Hotelkette Melià und das Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid das Gemeinschaftsprojekt „Art Vivant. En el sueño” (Lebendige Kunst. Im Traum). Bei diesem „Tableau Vivant” setzten Schauspieler das Bild „Der Traum” von Franz Marc szenisch um und konfrontieren auf subtile Weise die historische Realität des Malers mit seiner Fantasie und seinen Ideen.

Neben dem offiziellen Programm wird es zahlreiche weitere Angebote geben: unter anderem von Galerien, die nicht dem Galeristenverband angehören, von Geschäften, Ateliers oder einfach in Form von Pop-up-Ausstellungen. Auch das gehört zur Nit de l’Art.

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