Mallorcas Berge befinden sich in stetiger Bewegung. Sichtbar wird das immer dann, wenn es zu größeren Steinschlägen kommt. Das ist meist im Herbst und Winter der Fall, wenn Regen das Erdreich aufweicht und das Felsgestein in Bewegung gerät. Zuletzt stürzten im Oktober mehrere Felsbrocken auf die Landstraße nach Estellencs. Opfer gab es nur deshalb keine, weil in dem Augenblick zufällig niemand an der Stelle unterwegs war.
Aufschluss über die Ursachen und die Entwicklung solcher Bergbewegungen erhofft man sich auf Mallorca nun von mehreren Initiativen des nationalen Geologischen Instituts. Zum einen ist die Satellitenüberwachung des gesamten Tramuntana-Gebirges geplant. Ein deutscher und ein japanischer Satellit werden in den kommenden zwei Jahren alle 45 Tage je eine Aufnahme des Gebirges machen. Außerdem hat das Geologische Institut Satelliten-Fotos aus den 90er Jahren erworben. Ziel ist die Erstellung einer Karte, auf der die besonders Steinschlag-gefährdeten Gebiete der Tramuntana eingezeichnet sind.
In Costa d'en Blanes (Calvià) dagegen ist die Installierung eines Radargerätes geplant. Dieses soll bei der Überwachung der Urbanisation helfen. Teile der Siedlung mussten wegen Bewegungen des Berges und Rissen im Fels geräumt werden.