Nach rund 1700 Eingaben gegen den Plan zur Sanierung der Playa de Palma hat die Balearen-Regierung die umstrittensten Vorhaben ausgesetzt. „Wir ziehen nicht das gesamte Projekt zurück, wohl aber die konfliktreichsten Maßnahmen. Wir beginnen mit der Sanierung da, wo Konsens besteht”, sagte der balearische Ministerpräsident Francesc Antich am Dienstag auf der Londoner Reisemesse WTM.
Auf der Veranstaltung trafen sich alle, die in Mallorcas Politik, Wirtschaft und Tourismus Rang und Namen haben. Es war jener Moment, an dem die Regierung klarstellen musste, wie sie die Zukunft des Projekts sieht – gut sechs Monate vor den Regionalwahlen im Mai.
Bereits im Vorfeld waren innerhalb der sozialistischen Regierungspartei massive Spannungen publik geworden. Während die Direktorin des Konsortiums, Margarita Nájera (auf dem Foto rechts), für eine härtere Gangart bei der Umsetzung der Planung ist, setzt Tourismusministerin Joana Barceló (links) verstärkt auf Konsens. Das Ziel: Keine Konflikte mit betroffenen Anwohnern und Hoteliers hervorrufen, die dann von der Opposition im Wahlkampf ausgeschlachtet werden.