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Lösung für ehemalige Teppichfabrik in Pollença gesucht

Beispiel balearischer Industriearchitektur soll erhalten bleiben

Pollença-Besucher, die zufällig an der ehemaligen Teppichfabrik vorbeikommen, wundern sich über die verfallene Industrierhalle. | Foto: E. Ballestero

Die historische Teppichfabrik von Pollença, ein emblematisches Bauwerk, das jedoch seit Jahrzehnten leersteht und langsam verfällt, soll nun in die Hände der Gemeinde gelangen. Diesen Vorschlag brachte nun zumindest die Eigentümerfamilie Morató vor, die 1975 ihre Teppichweberei schließen musste.

Die alte Werkstätte ist eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele balearischer Industriearchitektur und steht auf der Liste der schützenswerten Kulturgüter auf Mallorca. Seit fast 40 Jahren ist das Gebäude jedoch der Witterung ausgesetzt, was deutliche Spuren an der einst prächtigen Fertigungshalle hinterlassen hat.

Eigentümer Rafael Moratò sagte nun gegenüber der spanischen Tageszeityung Ultima Hora: "Wir versuchen die Halle seit Anfang der 1980er Jahre zu verkaufen. Der Denkmalschutz ist dabei sehr hinderlich, da er im Prinzip verhindert, dass aus der Anlage  etwas anderes entstehen kann." Jüngste Gesetzesänderungen könnten dort nun möglicherweise die Eröffnung eines Hotels zulassen.

Morató schlägt der Gemeinde Pollença nun einen Tausch der Immobilie gegen Grundstücke im Besitz der Kommune vor oder einen Kauf auf Raten.

Can Morató, das früher auch Can Bosch genannt wurde, soll als Werkstätte hochwertige Teppiche produziert haben, von denen sich einer auch im Weißen Haus in Washington befinden soll. (cze)

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