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Lange Haftstrafen gefordert

Die spanische Polizei kam den Tätern im Internet auf die Spur.

Palma de Mallorca |

Die Staatsanwaltschaft fordert lange Haftstrafen für die drei Hauptbeschuldigten in einem Verfahren, in dem es um kinderpornografische Aufnahmen geht, die auf Mallorca entstanden sein sollen. Der Prozess findet am Montag, 2. März, statt.

Bei den Deutschen handelt es sich um die Eltern zweier elf und 13 Jahre alter Mädchen. Sie sollen sich in einer finanziellen Notlage befunden haben und dem Haupttäter – einem 47 Jahre alten Deutschen aus Alaró – gegen Bezahlung gestattet haben, Aufnahmen ihrer Kinder zu machen.

Ermittler der spanischen Polizei waren dem Mann auf die Spur gekommen, weil sich die im Internet zum Kauf angebotenen, pornografischen Fotos bis nach Mallorca zurückverfolgen ließen. Offenbar nutzte der Mann eine Werkstatt in einem Gewerbegebiet für die Aufnahmen. Die drei Beschuldigten wurden im Frühjahr 2014 verhaftet.

Der mutmaßliche Haupttäter wird zudem beschuldigt, einen dreijährigen Jungen aus der Nachbarschaft der missbrauchten Mädchen unsittlich berührt zu haben.

Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft sollen die Eltern der Kinder für 18 Jahre in Haft, der Hauptbeschuldigte für 51 Jahre. Alle drei befinden sich in Untersuchungshaft. Die beiden Mädchen befinden sich in Obhut des Sozialdienstes des Inselrats.

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