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Palma will einen Stadtwald schaffen

Diese Aufnahme vom Oktober zeigt die ehemalige Hunderennbahn in Palma. | Foto: Ultima Hora

| Palma de Mallorca |

Auf dem 15.000 Quadratmeter großen Areal hinter den historischen Schulgebäuden Institutos an den Avenidas rannten einst Windhunde um die Wette und erbrachten den wettenden Zuschauern mit Glück Gewinne ein. Doch das Gelände liegt seit Jahrzehnten brach, zuletzt wurde ein verfallenes Gebäude abgerissen, in dem Obdachlose gehaust hatten.

Jetzt will das Rathaus von Palma de Mallorca auf dem Gelände einen Stadtwald wachsen lassen. Das gab Baudezernent Antoni Noguera, der auch für die Grünzonen der Stadt zuständig ist, am Dienstag bekannt. Die Stadt wolle damit einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten. Ein bewaldeter Bereiche sorge zudem für gute Luft und im Sommer für Kühle in dem städtischen Wohngebiet.

"Wir wollen mit der Tradition der betonierten Bodenflächen brechen und einen Freiraum schaffen, an dem die Menschen spazierengehen, joggen oder Radfahren können", sagte Noguera vor Medienvertretern. Nach Angaben des Leiters des Gartenbauamtes, Francesc Cifuentes, sollen dort vor allem heimische und schnellwachsende Bäume und Pflanzen wie Kiefern, Zürgelbäume und Kletterreben zum Einsatz kommen. 

Das Rathaus will das Areal zudem mit dem Park der benachbarten Radsportanlage Es Tirador vereinen. Auf diese Weise könnte eine naturnahe bewaldete Grünzone von 34.000 Quadratmetern entstehen. Einzig das historische Velodrom unter freiem Himmel sowie das ehemalige Vereinshaus sollen bestehen bleiben. Die Anlage von 1903 war die erste Radrennbahn, die in Spanien errichtet worden war. Das Vereinsheim stammt vom Architekten Gaspar Bennàssar und steht unter Denkmalschutz.

Der Grünbereich, der bereits in wenigen Jahren schattenspendende Bäume aufweisen soll, bilde zudem das Bindeglied zum Stadtpark Sa Riera. In den geplanten Stadtwald sollen an Mittel 500.000 Euro fließen.

Einige stattliche Palmen, die einst am Rande der Hunderennbahn standen, sind indes bereits verloren gegangen. Ihnen hat auf der seit Jahren verwahrlosten Anlage die Larven des Roten Palmrüssler-Käfers den Garaus gemacht.  

(aktualisiert um 16.45 Uhr)

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