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Mallorca und das Coronavirus: Update vom 15. März

Die leere San-Miguel-Fußgängerzone in Palma de Mallorca. | Ultima Hora

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Nach Bekanntgabe der Ausgangsperre wegen der Coronavirus-Krise für ganz Spanien ist es auf Mallorca sehr ruhig geworden: Am Sonntag waren kaum Menschen unterwegs, sämtliche Restaurants, Bars und Geschäfte, die nicht Lebensmittel verkaufen, hatten geschlossen. Das soll auch zum Beginn der Woche ungebrochen so weiter gehen, und das zwei Wochen lang.

An der Plaça d'Espanya und an der Playa de Palma schickten Polizisten bereits Menschen weg, die nur als Passanten untwegs waren. Am Montag dürften die Kontroll-Maßnahmen noch erheblich verschärft werden. Man darf sich im Rahmen des am Samstag von Regierungschef Pedro Sánchez verkündeten Alarmzustandes nur auf der Straße aufhalten, wenn man zur Arbeit oder nach Hause muss, wenn man Einkaufen geht, wenn man zu einer Apotheke muss oder hilfebedürftige Angehörige versorgen muss.

Wieder mehr Corona-Fälle auf den Balearen

Die Zahl der Corona-Fälle auf den Balearen stieg unterdessen steil an, und zwar um zwölf auf 55, wobei die weitaus meisten Fällen auf Mallorca registriert wurden. Zwei Menschen, einem 94-Jährigen und einem chronisch Kranken, geht es besonders schlecht.

Schon fast 200 Tote in Spanien

Spanienweit gab es am Sonntag 6400 Corona-infizierte und 192 Tote. Besonders stark betroffen sind dort weiterhin die Hauptstadt Madrid und das Baskenland. Die Ehefrau von Ministerpräsident Pedro Sánchez wurde inzwischen positiv auf Corona getestet.

Flugverkehr wird um mindestens 50 Prozent beschnitten

Unterdessen wurde bekannt, dass der Flugverkehr neben dem Schienen- und Seeverkehr um mindestens 50 Prozent beschnitten wird. Die tatsächliche Verringerung des Luftverkehrs dürfte aber noch höher sein. Denn das Königliche Dekret schreibt auch vor, dass Passagiere im Flieger einen maximalen Sicherheitsabstand einhalten müssen, um die Ansteckungsgefahr zu vermindern. Die Rede ist von mindestens einem Meter.

Versorgungslage laut Balearen-Regierung gesichert

Was die Versorgung mit Lebensmitteln angeht, so bekniete die Balearen-Regierung die Menschen, sich nicht in Schlangen zu stellen und keine Hamsterkäufe zu tätigen. Die Versorgung aller Geschäfte mit Lebensmitteln sei „mehr als garantiert“, hieß es. Die Regale würden täglich aufgefüllt. Deshalb bitte man die Bürger um Ruhe und Gelassenheit, um keine neue Komplikation zu erzeugen und die Versorgung mit Produkten nicht zu einem Problem der öffentlichen Ordnung zu machen.

Drakonische Strafen bei Verstößen gegen die Ausgangssperre

Die Sicherheitskräfte können bei Verstößen gegen die Ausgangssperre drakonische Strafen verhängen. Dazu berechtigt sie die sogenannte "Ley mordaza" (sinngemäß "Knebelgesetz"), ein umstrittenes Gesetz, das 2015 verabschiedet wurde. Die Geldstrafen betragen zwischen 601 und 30.000 Euro. Artikel 556 des spanischen Strafgesetzbuchs sieht außerdem Gefängnisstrafen von drei Monaten bis zu einem Jahr für Widerstand gegen die Staatsgewalt vor.

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