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Mallorca und das Coronavirus: Update 16. März

Mundschutz unerlässlich: So geht es derzeit auf Mallorca zu. | Ultima Hora

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Die Coronavirus-Pandemie geht in der neuen Woche verschärft weiter auf den Balearen. Die Zahl der Krankheitsfälle nahm erneut zu, und das deutliche denn je.

Jetzt 73 Fälle auf den Balearen

Am Montag ging die Anzahl um 18 auf 73 Fälle nach oben. In den vergangenen Tagen war diese Entwicklung noch eher zurückhaltender beobachtet worden.

Zahl der Fälle in Spanien geht auf die 10.000 zu

Verglichen mit Gesamt-Spanien ist dies aber noch eine recht geringe Zahl. Am Montag meldeten die Gesundheitsbehörden 9191 Fälle, 1500 mehr als am Sonntag. Es starben bereits 309 Menschen an der Krankheit. Damit ist die Steigerungsrate fast so stark wie in Italien. Auch weitere Prominente wurden positiv getestet, darunter Kataloniens Ministerpräsident Quim Torra und die Regierungschefin der besonders stark betroffenen Region Madrid, Teresa Ayuso.

Sämtliche Balearen-Hotels werden geschlossen

Die Hoteliers der Balearen werden angesichts des Ernstes der Lage den gesamten Betrieb wegen der Coronavirus-Krise in der laufenden Woche einstellen. Es werde eine progressive Schließung geben, sagte der Chef des zuständigen Verbandes, Gabriel Llobera. "Es gibt keine Reservierungen und Stornierungen sind der allgemeine Trend."

Kein Tourist soll zwei Wochen lang auf die Insel

In diesem Zusammenhang wünscht sich Balearen-Ministerpräsidentin Francina Armengol von der Zentral-Regierung in Madrid, während der Quarantäne-Phase in den kommenden 15 Tagen keinen einzigen Touristen mehr auf die Inseln zu lassen. Außerdem sollten angesichts der Corona-Krise sämtliche Urlauber die Balearen umgehend in Richtung Heimat verlassen, so Armengol. Tui cancelte inzwischen bis auf Weiteres alle Spanien-Reisen, was auch für Alltours gilt. 2000 deutsche Kreuzfahr-Touristen waren zuvor am Sonntag in Bussen vom Hafen zum Flughafen gebracht und in ihre Heimat geflogen worden.

Alarmzustand wird wohl verlängert

Dass die Balearen urlauberfrei werden, könnte sich sogar noch hinziehen. Denn die spanische Regierung spricht schon offen darüber, den am Samstag dekretierten Alarmzustand um weitere zwei Wochen zu verlängern.

Frau wegen Sonnenbad mit Bußgeld belegt

Die Polizei geht derweil härter gegen Menschen vor, die sich nicht an die Regeln des Alarmzustandes halten. Eine Frau, die neben dem Gesa-Hochhaus ein Sonnenbad nahm, wurde mit einem Bußgeld belegt. Es ist zudem streng untersagt, sich an Strände zu setzen. Eine positiv getestete Frau, die einfach das Son-Espases-Krankenhaus verlassen hatte, wurde festgenommen und wieder zurückgebracht.

Ruhe vor den Supermärkten

Die einzige halbwegs positive Meldung des Tages ist, dass sich die Lage an und in den Insel-Supermärkten beruhigt hat. Laut der Balearen-Regierung ist Versorgungslage "mehr als sichergestellt". Vor einigen Tagen war es auf Mallorca zu Hamsterkäufen gekommen.

Spanien schließt die Grenzen

Am Abend wurde bekannt, dass niemand, der nicht in Spanien Resident ist, während der Dauer des Alarmzustandes mehr über Land hereingelassen wird.

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