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Kokaingeld: Auch das Edellokal Ritzi in Puerto Portals ist im Fokus der Ermittler

Die Guardia Civil vor dem Restaurant am Dienstag. | Ultima Hora

Mallorca |

Bei dem Schlag gegen mutmaßliche Kokain-Geldwäscher auf Mallorca ist auch das seit vielen Jahren berühmte Restaurant Ritzi im Hafen von Puerto Portals in den Fokus der Ermittler geraten. Der langjährige Betreiber Antonio L. wurde am Dienstag von Ermittlern abgeführt. Zusammen mit seinem Bruder hatte der Italiener das Restaurant im Jahr 2000 eröffnet.

Der Gastwirt ist einer von acht Verdächtigen, die im Rahmen einer großangelegten internationalen Polizeiaktion namens "Operation Casino" auf Mallorca festgenommen wurden. Insgesamt wurden in Spanien, Italien, Kroatien, Deutschland, Belgien, 45 Personen abgeführt und 80 Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Wie die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora aus Ermittlerkreisen erfuhr, wurde auf der Insel offenbar zwei Jahrzehnte lang Kokain- und Prostitutionsgeld gewaschen, das im Hamburger Kiez von Sankt Pauli von Verbrecherclans albanischer Herkunft eingenommen worden war.

Der Hauptverdächtige, ein Kosovo-Albaner, wohnte in einer Villa in Camp de Mar und unternahm zahlreiche Reisen in andere Städte. Seit 2018 war die Guardia Civil auf seiner Spur. Die kriminellen Einnahmen sollen auf der Insel mithilfe von Strohmännern durch den Kauf teurer Autos, von Immobilien, Hotels und Kunstsammlungen gewaschen worden sein. Aktiv war man in dieser Hinsicht vor allem im Raum Calvià und Palma.

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