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Ausländische Urlauberin gerät in Schiffsschraube und stirbt auf Mallorca

Bei solchen Unglücken rückt auf Mallorca die Seenotrettung an, wie hier bei einer Übung in Pollença. (Symbolbild) | Juanjo Roig

| Artà, Mallorca |

An der Ostküste Mallorcas hat sich am Sonntag ein tödliches Unglück ereignet. Dabei wurde eine 34-jährige Frau im Wasser von einem Boot überfahren und geriet in die Schiffsschraube. Der Unfall passierte am Strand von s'Arenalet d'Albarca in Artà. Wie der mallorquinische Fernsehsender "IB3" berichtet, wurde die Urlauberin dabei besonders schwer im Gesicht und an den Beinen verletzt. Nachdem die Einsatzkräfte um 13.46 Uhr alarmiert wurden, wurde die Frau ins Krankenhaus von Inca gebracht. Sie soll bereits zu diesem Zeitpunkt ohne Lebenszeichen gewesen sein. Wenige Stunden später starb sie dann im in der Klinik.

Bisher ist nicht bekannt, welcher Nationalität die Urlauberin war. Die Guardia Civil ist noch immer mit der Klärung der Umstände beschäftigt. Ihre Begleiter werden währenddessen psychologisch betreut. Unfälle dieser Art, bei denen Menschen in Schiffsschrauben gelangen, sind auf Mallorca auch in der Vergangenheit schon passiert. 2019 wurden bei ähnlichen Vorfällen ein elfjähriger Junge sowie ein 60 Jahre alter Mann verletzt.

Am unter Urlaubern besonders beliebten Strand von Es Trenc hatte ein Deutscher vor fünf Jahren einen Arm verloren. 2015 kam in Sa Ràpita ein Kind ums Leben. Im selben Jahr, im August 2015, war ein elfjähriges Mädchen am Strand von Peguera in die Schiffsschraube eines Motorbootes gelangt und war dabei schwer verletzt worden.

Der Prozess um den letzteren Fall wurde erst im April dieses Jahres noch einmal aufgerollt. Vor dem Gericht in Palma musste sich der Angeklagte, der das Boot steuerte, wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Er erklärte sich nach der zwischen den Parteien erzielten Einigung bereit, eine Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro zu zahlen. In den nächsten zwei Jahren darf er nicht als Bootsführer tätig sein.

Der Mann soll das Mädchen mit dem Motorboot angefahren und ihm nicht geholfen haben. Das Kind befand sich zu dem Zeitpunkt im Wasser und wollte sich auf der Bootsleiter hochziehen. Dabei wurde es von der Schiffsschraube am rechten Bein und am Gesäß getroffen. Es trug schwere Verletzungen am Gesäß, am rechten Knie und am Zeh davon und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Es dauerte sechs Monate, bis die Verletzungen verheilt waren, und das Mädchen musste psychologisch betreut werden.

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