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So schildert die Polizei die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung durch sechs Deutsche auf Mallorca

Ein Video zeigt, wie zwei der Deutschen in Handschellen, Fußballtrikots und Badelatschen zu einem Streifenwagen gebracht werden

Hier werden zwei der jungen Männer von der Polizei Handschellen angelegt, um sie zurück zum Tatort zu bringen. | Nationalpolizei

| Playa de Palma, Mallorca |

Die Nationalpolizei auf Mallorca hat an diesem Samstag in einer Pressemitteilung geschildert, wie sich die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen durch sechs deutsche Mallorca-Urlauber zugetragen haben soll. Demnach wurden die Beamten in den frühen Morgenstunden des Donnerstags zu dem Hotel an der Playa de Palma gerufen, wo sich der Vorfall ereignet haben soll. Vor Ort wurde dann zunächst das mutmaßliche Opfer von den Einsatzkräften befragt. Eine Freundin der 18-jährigen Bundesbürgerin half dabei und übersetzte vom Spanischen ins Deutsche und umgekehrt. Hierbei stellte sich dann auch heraus, dass es sich bei der jungen Frau, die behauptet, missbraucht worden zu sein, um eine Deutsche im Sommerurlaub handelte.

Dem Polizeibericht zufolge beschrieb die 18-Jährige, dass sie zunächst einen jungen Mann kennengelernt und freiwillig Zeit mit ihm verbracht habe. Gemeinsam habe man schließlich beschlossen, ein Hotelzimmer aufzusuchen. An der Rezeption wurde den beiden aber verboten, gemeinsam aufs Zimmer zu gehen, weshalb sie sich dazu entschieden, das Hotel aufzusuchen, in dem die Freunde des jungen Mannes untergekommen waren: Das Occidental Playa de Palma am oberen Ende der sogenannten Schinkenstraße, in der sich auch das Partylokal "Bierkönig" befindet.

Als es sich das Paar auf dem Zimmer bequem machen wollte, seien dann zunächst zwei weitere Männer hinzugekommen, wenig später drei weitere. Vier dieser Männer sollen die junge Frau zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Einer von ihnen soll die Tat auch mit seinem Handy gefilmt haben. Der Frau gelang es schließlich, ins Badezimmer des Raumes zu fliehen. Einer der jungen Männer habe, so die Polizei, offenbar erkannt, dass man zu weit gegangen sei, die junge Frau beruhigt und sie in ihr Hotel begleitet, in dem auch ihre Freundinnen wohnen. Dort angekommen, verständigten die Frauen die Polizei, die wenig später eintraf. Die Einsatzkräfte begaben sich im Anschluss zu dem Hotel der Männer, wo zunächst fünf der Männer, später auch der sechste festgenommen werden konnte. Allesamt seien deutsche Staatsbürger. Die junge Frau kam mit einem Krankenwagen für weitergehende Untersuchungen in eine Klinik.

Nach einer Nacht in der Zelle wurden zwei der Männer am Freitag zurück zum vermeintlichen Tatort gebracht, um der Polizei bei der Rekonstruktion der Vorgänge zu helfen. Auf einem von der Nationalpolizei veröffentlichen Video ist zu sehen, wie ihnen Handschellen angelegt und sie zu einem Streifenwagen verbracht werden. Die jungen Männer tragen dabei offenbar dieselben Klamotten, in denen sie in der Nacht zum Donnerstag verhaftet wurden. Fußballtrikots, Schlabbershorts und Badelatschen, einer der beiden auch weiße Socken. Die Nacht zum Freitag verbrachten alle sechs Männer erneut im Polizeirevier, am Samstagmorgen wurden sie zum Ermittlungsrichter gebracht, der jetzt über eine mögliche Untersuchungshaft entscheiden muss. Die Verhöre dauern zur Stunde noch an.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Polizei am vermeintlichen Tatort "biologische Spuren", die auf eine mögliche Vergewaltigung hindeuten, sicherstellen konnte.

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