In der bunten Vielfalt mallorquinischer Gemeinden sticht eines besonders hervor: Sant Llorenç des Cardassar. Mit 23 Buchstaben trägt es den längsten Namen aller Orte auf der Insel – doch das ist bei weitem nicht das Einzige, was dieses charmante Dorf so bemerkenswert macht.
Ein idyllischer Ort mit strategischer Lage
Im Nordosten Mallorcas, in der Region Llevant, liegt Sant Llorenç des Cardassar – eingebettet zwischen bekannten Nachbargemeinden wie Manacor, Petra, Artà und Son Servera. Mit 9227 Einwohnern (Stand 2023) hat sich die Gemeinde als beliebter Wohn- und Urlaubsort etabliert – auch bei zahlreichen deutschen Residenten.
Die Bevölkerung verteilt sich dabei interessant: 3056 Menschen leben im historischen Ortskern, 744 in verstreuten Gebieten, während der Großteil der Bewohner auf verschiedene kleine Ortsteile aufgeteilt ist. Besonders beliebt sind die Küstenorte Cala Millor, Sa Coma und Cala Nau – touristische Hotspots, die jährlich Tausende Besucher anlocken.
Ein Dorf, das Tragödien trotzt
Ein dunkler Tag in der Geschichte von Sant Llorenç des Cardassar bleibt der 9. Oktober 2018. An diesem Tag fielen in kürzester Zeit mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Der örtliche Wildbach trat über die Ufer und riss alles mit sich. Die Flut forderte tragischerweise 13 Menschenleben und hinterließ große Zerstörung. Doch das Dorf ließ sich nicht unterkriegen. In den darauffolgenden Jahren wurden nicht nur Straßen und Häuser wiederaufgebaut, sondern auch umfassende Schutzmaßnahmen umgesetzt. Heute gilt Sant Llorenç als Vorbild für Widerstandskraft und Gemeinschaftszusammenhalt.
Mehr als nur ein langer Name
Sant Llorenç des Cardassar mag mit seinem rekordverdächtig langen Namen beeindrucken – doch das wahre Herz des Dorfes schlägt in den Menschen, die es nach schweren Zeiten mit vereinten Kräften wieder zum Leben erweckt haben. Heute erstrahlt die Gemeinde nicht nur als beliebtes Urlaubsziel, sondern auch als Symbol für Resilienz und Zusammenhalt.