Die Balearen-Regierung auf Mallorca hat jüngst eine Maschine zum Recycling von Plastikflaschen und Getränkedosen in der Markthalle de l’Olivar in Palma aufgestellt. Jeder, der eine entsprechende Verpackung in die Maschine wirft und mit der dazugehörigen App "Reciclos" einen QR-Code auf ihr scannt, bekommt Punkte gutgeschrieben. Diese können die Nutzer einsetzen, um Fahrräder, Uhren oder andere Produkte zu gewinnen, oder sie an soziale und ökologische Projekte spenden.
Die Maschine wurde vorgestellt vom Minister für Unternehmen, Selbstständige und Energie, Alejandro Sáenz de San Pedro, dem Generaldirektor für Kreislaufwirtschaft, Energiewende und Klimawandel, Diego Viu, und dem Geschäftsführer des verantwortlichen Unternehmens, Ecoembes, auf den Balearen, Xavier Balagué. Dessen Unternehmen entwickelte vor einigen Jahren eine App namens "Reciclos", die Bürger zum Recycling von Getränkeverpackungen anregen will.
Nutzer scannen mit der App den Strichcode von Plastikflaschen oder Getränkedosen, die anschließend einem virtuellen Korb hinzugefügt werden. In der Folge geht man zu einem Müllcontainer für Verpackungen und Plastik auf der Straße und macht ein Foto von diesem. Die App betrachtet die Getränkeverpackung als erfolgreich recycelt und schreibt dem Nutzer jeweils einen Punkt gut.
Zunehmende Präsenz
Das "Reciclos"-System kam 2020 auf die Balearen und wurde auf alle Gemeinden ausgeweitet. Die Inseln sind nach der Region Valencia die zweite autonome Gemeinschaft (vergleichbar mit einem deutschen Bundesland), in der die App an den Containern in allen Gemeinden benutzt werden kann. In diesem und im zurückliegenden Jahr machte Ecoembes mit Plakatwerbung auf der Straße auf die App aufmerksam.
Neben den Gewinnspielen können die gesammelten Punkte auch für eine Baumpflanzaktion auf dem spanischen Festland eingesetzt werden. Bis vergangenen Sommer wurden durch die Initiative mehr als 13.300 Tonnen CO2 kompensiert und eine Fläche so groß wie fast 45 Fußballfelder wiederaufgeforstet. Wer will, kann mit seinen Punkten auch wohltätige Projekte unterstützen, beispielsweise zum Meeresschutz.