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Mitten in Palma de Mallorca: Illegale Migranten gnadenlos in Friseursalons und Restaurants ausgebeutet

Die Opfer waren sozial isoliert. Die Besitzer der Lokale verboten ihnen, mit Kunden zu sprechen, um zu verhindern, dass sie ihre Situation schilderten

Nationalpolizisten im Einsatz gegen die Ausbeuter | Foto: Ultima Hora

Es war ihnen verboten, mit Kunden zu sprechen, und sie arbeiteten montags bis sonntags 13 Stunden am Tag. Von 9 bis 22 Uhr. Ohne Pause. Die Opfer waren Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung in Spanien, die in Friseursalons und Restaurants in Palma de Mallorca arbeiteten. Einige lebten unter unhygienischen Bedingungen in überfüllten Räumen neben den Geschäften. Die Nationalpolizei hat vier Männer und eine Frau, alle marokkanischer Herkunft, wegen eines Verstoßes gegen die Arbeitnehmerrechte festgenommen.

Die Gruppe IV der Zentralstelle für Einwanderungs- und Dokumentenfälschung leitete eine Untersuchung ein, nachdem sie eine anonyme E-Mail gegen Menschenhandel erhalten hatte, in der auf mögliche Unregelmäßigkeiten in einem der Betriebe der nun Festgenommenen hingewiesen wurde.

Die Beamten führten eine gemeinsame Operation mit der Arbeitsaufsichtsbehörde durch und identifizierten ausländische Arbeitnehmer, die sich illegal in Spanien aufhielten und in verschiedenen Friseur- und Gastronomiebetrieben in Palma arbeiteten. Die Ermittlungen der Beamten ergaben, dass die Arbeitszeiten von der Öffnung der Geschäfte um 9.00 Uhr bis zur Schließung um 22.00 Uhr reichten. Von Montag bis Sonntag ohne einen einzigen Ruhetag und ohne Anspruch auf Urlaub. Sie arbeiteten ohne Vertrag.

Opfer in Nebenräumen der Lokale untergebracht

Die Opfer waren sozial isoliert. Die Besitzer der Lokale verboten ihnen, mit Kunden zu sprechen, um zu verhindern, dass sie ihre Situation schilderten. Die Ermittler stellten fest, dass sie in Nebenräumen der Lokale untergebracht waren. Die Wohnungsbehörde des Inselrats und die Abteilung für Stadtplanung der Stadtverwaltung von Palma haben die Eigentümer der Lokale mit einer Geldstrafe belegt.

Die Operation ist Teil der Maßnahmen, die die Nationalpolizei kontinuierlich im Kampf gegen Arbeitsausbeutung und die Verletzung der Rechte ausländischer Arbeitnehmer durchführt. Dieses Verhalten verletzt die Würde der Menschen und führt zu Situationen besonderer Verletzlichkeit und Missbrauch.

Die Festgenommenen werden wegen Verstößen gegen die Rechte von Arbeitnehmern und ausländischen Bürgern angeklagt. Die Polizeioperation ist noch nicht abgeschlossen, und weitere Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen.

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