Die spanische Nationalpolizei hat in Palma de Mallorca einen Briten festgenommen, der mutmaßlich an einem Betrug in Höhe von mehr als 700.000 Euro beteiligt war. Gegen den Mann lag ein von der belgischen Justiz ausgestellter europäischer Haftbefehl vor.
Nach Angaben von mit dem Fall vertrauten Quellen soll der Festgenommene in einen Betrug verwickelt sein, der sich in Europa zwischen 2019 und 2025 abgespielt haben soll. Es war ein belgisches Gericht, das nach einer Häufung von Anzeigen mutmaßlicher Opfer vor Wochen einen Europäischen Haftbefehl erlassen hatte.
Der Brite, der seit rund zwei Jahrzehnten auf Mallorca lebt, wird beschuldigt, Investitionsprojekte angeboten zu haben, die in Wirklichkeit gar nicht existierten. Die Geschädigten leisteten Einzahlungen unter dem Versprechen hoher Renditen, mussten dann jedoch mit ansehen, wie das investierte Geld sowie ihre Zukunftspläne sich in Luft auflösten.
Zwei weitere Vorwürfe
Beamte der Gruppe zur Fahndung nach Flüchtigen der Einheit für Drogen und organisierte Kriminalität (UDYCO) fanden heraus, dass der mutmaßliche Betrüger seinen Wohnsitz in der Hauptstadt der Balearen hatte. Mit diesen Informationen wurde seine Festnahme veranlasst. Neben Betrug sieht er sich auch Vorwürfen der Geldwäsche und der Computerkriminalität gegenüber.
Der Verdächtige wurde gestern dem Gerichtin Palma de Mallorca vorgeführt, wo er per Videokonferenz vor dem Richter der Audiencia Nacional aussagte, der den Fall untersucht. Die Behörde ordnete seine sofortige Inhaftierung an, bis seine Auslieferung erfolgt.