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DENKMALSCHUTZ

Historische Hülle, moderner Kern: Bennàssar-Gebäude wird teilweise erhalten

Ein totaler Abriss konnte vermieden werden. Experten zufolge entspricht die derzeitige Fassade nicht den Originalplänen des bekannten mallorquinischen Architekten. MM weiß, was sich künftig dahinter verbergen soll.

Schön anzusehen, aber offenbar nur eine "verwässerte" Version des Originalfassade.

| Palma de Mallorca |

In Mallorcas Hauptstadt Palma geht es erneut einem historischen Gebäude an den Kragen. Die zuständige Kommission für Denkmalschutz stimmte jetzt einem Bauprojekt zu, bei dem die Fassade eines Gebäudes des Architekten Gaspar Bennàssar erhalten bleiben soll. Dahinter soll sich in Zukunft ein neuer Wohnkomplex mit 15 Apartments auftun. Das teilte der Stadtrat für Stadtentwicklung, Óscar Fidalgo, nach einer Sitzung am Dienstag mit.

Demnach wurde ursprünglich bereits im November 2024 eine Abrissgenehmigung für das Gebäude in der Carrer del 31 de Desembre erteilt. Diese sei jedoch vorübergehend ausgesetzt worden, nachdem eine Denkmalschutzorganisation die Einstufung des Gebäudes als schützenswert beantragt habe. Letztlich habe der Inselrat von Mallorca eine solche Einstufung abgelehnt, da der Bau "keine architektonischen Elemente besitzt, die einen individuellen Schutz rechtfertigen", sagte Fidalgo gegenüber der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora". Gleichwohl sei gemeinsam mit den Eigentümern entschieden worden, zumindest die Fassade zu bewahren.

Zuvor hatte der Projektentwickler vorgeschlagen, das Gebäude vollständig abzureißen und die Fassade anhand der Originalpläne Bennàssars zu rekonstruieren. Die zuständige Denkmalkommission habe jedoch festgestellt, das Bauwerk sei weder formal noch ästhetisch von besonderem Wert, sagte Fidalgo. Zudem bestehe eine "Diskrepanz zwischen dem Entwurf und dem tatsächlich Errichteten". Laut einem Bericht des Inselrats handle es sich bei der bestehenden Fassade um eine "verwässerte Version" des ursprünglichen Designs.

Das nun genehmigte Projekt sieht neben den Wohnungen auch Gewerbeflächen, Stellplätze und Lagerräume vor. Das Gebäude soll L-förmig angelegt werden und bis zu fünf Stockwerke zur Carrer de Antoni Marqués hin aufweisen.

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