Auf Mallorca ist die Stützmauer der Straße gerissen, die zur Cala Tuent in der Gemeinde Escorca führt. An zwei Stellen ist der Stein das Bauwerks aufgebrochen, das deswegen vor dem Einsturz steht. Über geplante Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Straße schweigt der zuständige Bürgermeister, Antoni Solivellas, bislang noch.
Lluc Mir vom Verband der Trockensteinmaurer erklärte, dass es sich um eine Struktur handele, die auf den ersten Blick "weder über eine Entwässerung noch über Wasserabläufe" zu verfügen scheint – ein entscheidender Faktor für ihren Verfall. "Diese Risse machen Angst. Wenn die Mauer einstürzt, wird sie als Ganzes zusammenbrechen", warnt der Experte, da es sich seiner Ansicht nach nicht um eine traditionelle Trockenmauer handelt, sondern um ein Bauwerk, das mit Materialien und Techniken errichtet wurde, die einen plötzlichen Einsturz begünstigen könnten.
Die Straße ist im Besitz der Gemeinde, obwohl der Inselrat vor etwa zwei Jahrzehnten aufgrund fehlender Mittel des Rathauses von Escorca in die Reparatur eingriff. Nun haben der Lauf der Zeit, die Bewegungen des Berges und der Druck des Bodens die Stabilität der Mauer erneut gefährdet. Von der übergemeindlichen Institution wird betont, dass dies in die Zuständigkeit der Gemeindeverwaltung fällt.
Reparaturen nach konventioneller Methode
Aus der Trockenmauerbranche wird bedauert, dass bei den Eingriffen im Tramuntana-Gebirge erneut die traditionellen Techniken, die als Kulturerbe anerkannt sind, nicht beachtet werden. "In der Serra müsste man die Dinge richtig machen", kritisieren sie vor dem Hintergrund wachsender Unzufriedenheit über Maßnahmen, die ihrer Ansicht nach den für die Umgebung typischen Baukriterien nicht entsprechen.
2023 ereignete sich ein ähnlicher Vorfall in der Gegend: Die Straße nach Sa Calobra (Ma-2141) musste nach dem Einsturz einer großen Stützmauer auf Höhe von Kilometer 4 für den Verkehr gesperrt werden. Der Einsturz zwang dazu, die Straße im Bereich der langen Schleife zu sperren, wobei nur akkreditierten Anwohnern der Zugang gestattet wurde, während Arbeiter des Inselrates die Steine von der Fahrbahn entfernten.