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Nach 6 Jahren Stillstand: Diese Touristen-Attraktion in Palma wird endlich aufgehübscht

Die Bauarbeiten an der historischen Festungsanlage Baluard del Príncep sollen bis Frühjahr 2027 abgeschlossen sein

Die Arbeiten an der Festungsanlage Baluard des Príncep sind zu 93 Prozent beendet. | Foto: P. BOTA

| Palma, Mallorca |

Seit 2021 liegen die Bauarbeiten zur Sanierung der Prinzen-Festung (Baluard del Príncep) in Palma de Mallorca brach. Nun hat das kommunale Generalsekretariat für Stadtentwicklung, Wohnungswesen und Architektur das Projekt an ein Bauunternehmen (Rigel Over) vergeben. Bis Frühjahr 2027 soll dieses mit einem Budget von 1,59 Millionen Euro die verbleibenden sieben Prozent der Arbeiten abschließen.

2008 begannen die Sanierungsarbeiten an der Anlage, die sich an der Stadtmauer befindet und eine Brücke umfasst. Insgesamt hat die Zentralregierung mehr als zehn Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt. 2020 wurden die Arbeiten unterbrochen und ein Jahr später meldete das damals zuständige Bauunternehmen Insolvenz an, woraufhin das Ministerium für Verkehr, Mobilität und Stadtentwicklung den Vertrag kündigte, um eine neue Ausschreibung durchzuführen.

Nun hat das Unternehmen, das die Ausschreibung gewonnen hat (und das einzige, das ein Angebot eingereicht hat), zwölf Monate Zeit, um die Arbeiten abzuschließen, die aus zwei verbleibenden Phasen (D und F) bestehen. Bei Phase D handelt es sich um das Projekt zur Erschließung und Restaurierung des Grabens und der Brücke "Puente de la Porta des Camp" sowie um das Projekt für eine Treppe, die eine Verbindung zur Plaza Porta des Camp herstellt. Phase F bezieht sich auf das Projekt für das Empfangsgebäude. Das balearische Architekturbüro Martínez Lapeña-Torres Arquitectos hatte den ursprünglichen Entwurf erstellt.

Kritische Worte

In einem Kommentar zur Vergabe der Arbeiten verbot die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora eine "selbstgefällige Interpretation" und forderte eine "kritischen Prüfung des Vorgehens der Zentralregierung bei Maßnahmen von hohem kulturellem Wert". Die Wiederaufnahme sei zweifellos eine gute Nachricht, erfolge jedoch nach einer kaum zu rechtfertigenden Verzögerung bei einem fast fertigen Projekt.

"Dieser Fall sollte nicht einfach mit der Fertigstellung der Bauarbeiten abgeschlossen werden", so die Zeitung. "Das Baluard del Príncep muss als Warnung dienen. Wenn ein fast fertiggestelltes Projekt jahrelang durch administrative Trägheit blockiert wird, verteuert sich nicht nur das Projekt: Die Glaubwürdigkeit der Institutionen wird geschwächt. Die grundlegende Frage ist nicht mehr nur, wann es fertiggestellt wird, sondern wie verhindert werden kann, dass sich so etwas wiederholt."

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