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Sie wollten mit Delfinen spielen und Fotos machen: Halbstarke brechen nachts in Zoo auf Mallorca ein

Nach einer aufregenden Verfolgungsjagd über das Gelände des "Marineland" fing die Guardia Civil die jungen Leute ab

KI-generiertes Symbolbild von vier jungen Leuten, die nachts in einen Meeres-Zoo einsteigen. | Foto: Grok (KI)

| Calvià, Mallorca |

Die Guardia Civil auf Mallorca hat eine Untersuchung gegen vier junge Erwachsene eingeleitet, die jüngst nachts in den Zoo für Meerestiere "Marineland" in Portals Nous in der Gemeinde Calvià eingedrungen sein sollen. Die Ermittler vermuten, dass die Verdächtigen Nahaufnahmen der Delfine machen wollten, um diese auf den sozialen Medien zu teilen. Ihnen wird das Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Die vier zwischen 18- und 23-Jährigen waren gegen ein Uhr über den Zaun am Strandzugang des Geländes gesprungen und hatten sich sofort zum Delfinbecken begeben. Dort, im Halbdunkel, das nur spärlich von den Taschenlampen der Handys der Gruppe erhellt wurde, warfen sie einen der Bälle in Richtung der den Meeressäugetiere, die beim Training mit diesen verwendet werden. Diese scheinbar harmlose Geste hatte ein klares Ziel: die Delfine anzulocken, um sie berühren zu können.

Doch die Szene blieb nicht unbemerkt. Ein Alarm durchbrach die Nacht und zerstörte die Heimlichkeit des Einbruchs. Innerhalb von Sekunden ergriffen die Verdächtigen die Flucht in Richtung der Tribünen des Stadions, während das Sicherheitspersonal herbeieilte, das bereits die Guardia Civil benachrichtigt hatte. Es gelang ihm schließlich, die jungen Leute einzuholen, doch diese flohen erneut ins Innere der Anlage.

"Stehen bleiben, Guardia Civil!"

Die eingetroffenen Beamten der Guardia Civil, unterstützt von Sicherheitskräften, forderten die Verdächtigen erfolglos auf, stehen zu bleiben. Die Gruppe ignorierte die Befehle und sprang von den Tribünen auf einen Weg, der sich durch das Gelände schlängelt. Die kurze, aber angespannte Verfolgungsjagd endete erneut im Delfinarium, wo die Flüchtigen schließlich ohne Widerstand abgefangen wurden.

Abgesehen vom unbefugten Betreten des Geländes weisen die Verantwortlichen des Parks "Marineland" im Südwesten der Insel auf die Gefahr hin, die von dieser Aktion ausgegangen war. Das Werfen von Gegenständen auf die Delfine, erklären sie, könne fatale Folgen haben: Es sei nicht das erste Mal, dass ein Delfin einen Ball verschluckt und daran stirbt. Man sollte es beim Beobachten aus der Distanz belassen. Rund um die Insel kann man die Meeressäuger übrigens auch in freier Wildbahn beobachten, wie in diesem Video.

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