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MISS WOLRD SPAIN 2026

Von Mallorca nach Vietnam: Wie Elisabeth Reynés zur schönsten Frau der Welt gekührt werden will

Die nationale Jury konnte die Mallorquinerin locker überzeugen, doch auch für das große Finale in Südostasien nimmt sich die Studentin viel vor. Ihre vermeintliche Waffe: nicht nur äußere Schönheit, sondern auch innere Werte – und viel Natürlichkeit.

Elisabeth Reynés in der Redaktion der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora". | Foto: P. Pellicer

| | Palma de Mallorca |

Die 21-jährige Mallorquinerin Elisabeth Reynés ist zur Miss World Spain 2026 gekürt worden. Bei der Finalgala auf Gran Canaria setzte sie sich gegen 35 Bewerberinnen aus ganz Spanien durch und sicherte sich damit zugleich das Ticket für die internationale Wahl zur Miss World, die im August in Vietnam über den Laufsteg geht.

Nach Angaben der Veranstalter habe Reynés in der Finalrunde nicht nur durch ihr äußeres Erscheinungsbild überzeugt, sondern auch in den vorangegangenen Prüfungen. Dazu gehörten unter anderem Talent- und Fitnessdisziplinen. Zur ersten und zweiten Dame wurden María Amespi aus Valencia sowie die Lokalmatadorin Carla Castro gewählt.

Für Reynés geht der Titel nach eigenen Worten über eine reine Auszeichnung hinaus. "Mein Ziel in diesem Wettbewerb geht weit über einen Titel hinaus. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Themen sichtbar zu machen, die wirklich wichtig sind", sagte sie der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora". Schönheit könne "auch ein Instrument für positiven Einfluss" sein. Sie wolle der Welt nicht nur die landschaftlichen Vorzüge von Mallorca und Co. näherbringen, sondern auch deren Kultur, Werte und Lebensart.

Die aus der Inselhauptstadt Palma stammende Reynés wurde 2003 geboren und verbindet ihre Tätigkeit im Model- und Wettbewerbsbereich mit einer Ausbildung im Tourismussektor. Nach ihrer Schulzeit setzte sie ihr Studium im Bereich Tourismusmanagement fort und absolvierte zusätzliche Qualifikationen in Hoteldirektion. Berufliche Erfahrungen in Hotellerie und Kundenservice hätten, so heißt es, ihre kommunikative Stärke und Bodenständigkeit geprägt.

Im Gespräch mit dem Regionalblatt betonte Reynés, ein entscheidender Moment während des Wettbewerbs sei eine persönliche Interviewrunde gewesen. Dort habe sie "ohne Filter" gesprochen und erstmals das Gefühl gehabt, ihr wahres Selbst zu zeigen. Dieser Augenblick habe für sie "ein Vorher und Nachher" markiert.

Inhaltlich will die neue Titelträgerin vor allem gesellschaftliche Themen in den Vordergrund stellen. Ein besonderes Anliegen sei ihr die psychische Gesundheit, ein Bereich, der ihrer Ansicht nach oft zu wenig Aufmerksamkeit erhalte. Darüber hinaus wolle sie sich für Bildung, Chancengleichheit und Umweltschutz einsetzen.

Reynés beschreibt die Anforderungen moderner Schönheitswettbewerbe als "deutlich gewandelt". Entscheidend sei heute nicht mehr allein die äußere Erscheinung. Eine Gewinnerin definiere sich vielmehr über "Authentizität, soziales Engagement und die Fähigkeit zu inspirieren". Der Wettbewerb folge dem Leitmotiv "Schönheit mit einem Zweck".

Die Vorbereitung auf die Endausscheidung auf den Kanaren sei auch mit persönlichen Herausforderungen verbunden gewesen. Sie habe sich eigenen Unsicherheiten stellen und lernen müssen, mit öffentlicher Aufmerksamkeit umzugehen. Dabei hätten ihr, wie sie sagte, familiär vermittelte Kenntnisse im Umgang mit Emotionen geholfen.

Im August reist Reynés nach Vietnam, wo sie Spanien bei der Miss-World-Wahl vertreten wird. Dort will sie nach eigenen Angaben vor allem durch Nähe, Kommunikationsfähigkeit und gesellschaftliches Engagement hervorstechen. "Ich sehe mich als empathische Person, die zuhören und sich mit anderen verbinden kann", sagte sie.

Trotz wachsender medialer Aufmerksamkeit bemühe sie sich, "die Füße auf dem Boden zu behalten" und sich auf ihr Umfeld zu stützen. Jungen Frauen, die ähnliche Ziele wie sie verfolgen, rät sie zu Disziplin und Durchhaltevermögen: "Wenn du willst, kannst du es schaffen."

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