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In dieser Mallorca-Gemeinde wächst der Ausländeranteil am stärksten


Neue Zahlen zeigen: Die internationale Bevölkerung nimmt auf der Insel deutlich schneller zu als die spanische – mit überraschenden Spitzenreitern

Insbesondere in kleinen Ortschaften nimmt der Ausländeranteil an der Bevölkerung sprunghaft zu. | Foto: Archiv Ultima Hora

| Mallorca |

Mallorca wird immer internationaler: In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der ausländischen Einwohner mehr als doppelt so stark gestiegen wie die der Spanier. Das geht aus aktuellen Daten des spanischen Statistikamtes hervor. Insgesamt lebten 2025 rund 206.000 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit auf der Insel – ein Plus von mehr als 34.000 seit 2021.

Damit machen Ausländer inzwischen 21,25 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der spanischen Einwohner deutlich langsamer: um rund 16.400 auf knapp 765.000. Prozentual entspricht das einem Anstieg von nur 2,19 Prozent – während die internationale Bevölkerung um mehr als 20 Prozent zulegte.

Kleine Orte mit großen Veränderungen

Besonders stark fällt der Wandel in kleineren Gemeinden auf. Spitzenreiter ist Ariany, wo der Anteil ausländischer Einwohner seit 2021 um fast zehn Prozentpunkte gestiegen ist. Heute haben dort rund 29,6 Prozent der Bewohner keine spanische Staatsangehörigkeit.

Auch Banyalbufar und Estellencs verzeichnen deutliche Zuwächse. Zwar handelt es sich um kleine Orte mit wenigen Hundert Einwohnern, doch gerade dort zeigt sich besonders klar, wie sich die Bevölkerungsstruktur verändert und internationaler wird.

Palma und Calvià bleiben Hotspots

In der Inselhauptstadt Palma ist der Trend ebenfalls sichtbar, wenn auch weniger dynamisch. Hier liegt der Ausländeranteil mittlerweile bei rund 20,75 Prozent. Seit 2021 sind fast 17.000 Menschen anderer Nationalitäten hinzugekommen.

Noch internationaler präsentiert sich Calvià im Südwesten der Insel: Dort haben bereits rund 33,8 Prozent der Einwohner keinen spanischen Pass. Allerdings ist das Wachstum hier zuletzt langsamer ausgefallen als in kleineren Gemeinden.

Die Zahlen zeigen deutlich: Mallorca entwickelt sich zunehmend zu einem internationalen Wohnort – nicht nur für Urlauber, sondern auch für Menschen, die dauerhaft auf der Insel leben. Für deutschsprachige Interessierte und Auswanderer bleibt die Insel damit attraktiv, gleichzeitig verändern sich aber auch die Strukturen vor Ort spürbar.

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