Wer mit dem Mietwagen im beliebten Ferienort Alcúdia im Norden von Mallorca unterwegs ist, muss sich auf eine wichtige Änderung einstellen. Die Gemeinde reserviert rund 2000 Parkplätze ausschließlich für Anwohner – und verschärft gleichzeitig die Kontrollen. Für deutsche Urlauber und Residenten ohne entsprechende Berechtigung kann das schnell teuer werden.
Die neuen Parkzonen sind klar erkennbar: Grüne Markierungen auf dem Boden und mehrsprachige Schilder weisen darauf hin, dass diese Stellflächen nur von registrierten Bewohnern genutzt werden dürfen. Wer sein Auto dort trotzdem abstellt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. Die Regelung betrifft nicht nur den historischen Stadtkern, sondern auch den beliebten Küstenbereich rund um den Hafen.
Warum die Gemeinde durchgreift
Hintergrund der Maßnahme ist die zunehmende Parkplatznot – und das schon zu Beginn der Urlaubssaison. Nach Angaben der Stadtverwaltung war es für viele Einheimische zuletzt kaum noch möglich, in der Nähe ihrer Wohnung oder ihres Arbeitsplatzes einen Stellplatz zu finden. Mit den neuen Regeln soll sich das ändern.
Betroffen sind unter anderem zentrale Bereiche nahe der Porta de Sant Sebastià sowie rund um das Auditori. Künftig werden die reservierten Zonen schrittweise auf das gesamte Gemeindegebiet ausgeweitet, einschließlich des stark frequentierten Port d’Alcúdia.
Was das für Urlauber bedeutet
Für Touristen heißt das vor allem: genauer hinschauen. Die grünen Parkflächen sind tabu – auch wenn sie auf den ersten Blick frei erscheinen. Gerade in den Sommermonaten, wenn Parkplätze ohnehin knapp sind, kann die Versuchung groß sein, „kurz“ dort zu halten. Doch die Strafen werden konsequent verhängt.
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf öffentliche Parkplätze außerhalb der Anwohnerzonen oder auf offizielle Parkhäuser ausweichen. Alternativ bieten sich vielerorts auch Park-and-Ride-Lösungen oder das Fahrrad an, um Stress und Kosten zu vermeiden.
Für Einheimische hingegen bringt die Regelung Vorteile: Sie können eine kostenlose „grüne Karte“ beantragen, die ihnen das Parken in allen reservierten Zonen erlaubt. Diese gilt zunächst für die Jahre 2026 und 2027. Die Gemeinde räumt ein, dass die Umsetzung komplex ist – hält sie aber für dringend notwendig, um die Situation langfristig zu entspannen.