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EINZELHANDEL

Tag der (stillgelegten) Arbeit: Welche Geschäfte öffnen und welche nicht

Selbst auf einer von Konsum getriebenen Insel wie Mallorca wird es am 1. Mai auffallend still. Doch nicht alle Händler müssen sich an die gesetzlichen Vorgaben halten.

Eine der wenigen Adressen, die am Tag der Arbeit tatsächlich arbeiten: Das Mallorca-Fashion-Outlet vor den Toren Palmas. | Foto: P. Lozano

| Palma de Mallorca |

Am Tag der Arbeit müssen sich Verbraucher in weiten Teilen Mallorcas auf geschlossene Geschäfte einstellen. Der 1. Mai gilt auf den Balearen traditionell als gesetzlicher Feiertag, an dem der Großteil des Einzelhandels den Betrieb vollständig einstellt. Für viele Kunden bedeutet das: Einkäufe müssen vorgezogen oder neu geplant werden.

Nach übereinstimmender Praxis bleiben Einkaufszentren wie das Portopi in Palma, große Supermärkte und Warenhäuser an diesem Datum in der Regel den ganzen Tag über geschlossen. Diese Regelung betrifft sowohl große Handelsketten à la Mercadona und Aldi als auch Geschäfte in den Stadtzentren. Der Feiertag führt damit zu einer spürbaren Unterbrechung des gewohnten Konsumalltags – ganz im Sinne der Arbeitnehmer.

Ausnahmen bestätigen aber auch auf Mallorca die Regel. Einzelne Anbieter nutzen spezielle Regelungen oder eigene Strategien, um auch am Feiertag geöffnet zu bleiben. So hat etwa das Mallorca Fashion Outlet angekündigt, seine Türen am 1. Mai regulär von 10 bis 22 Uhr zu öffnen. Damit zählt es zu den wenigen Anlaufstellen für Kunden, die auch an diesem Tag Geld ausgeben möchten.

Hinter solchen Entscheidungen steht häufig ein gezieltes Geschäftsmodell. Outlet-Zentren setzen bewusst auf flexiblere Öffnungszeiten, um vom touristischen Aufkommen und der erhöhten Freizeit der Besucher zu profitieren. Gerade in Urlaubsregionen könne sich dies wirtschaftlich auszahlen, resümiert die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora".

Darüber hinaus könnten vereinzelt kleinere Supermärkte geöffnet sein. Dabei handelt es sich meist um Filialen in Verkehrsknotenpunkten, touristischen Gebieten oder dicht besiedelten Vierteln. Für diese gelten oft Sonderregelungen, die ihnen einen Betrieb an Feiertagen erlauben.

Für Verbraucher bleibt die Situation damit uneinheitlich. Während die große Mehrheit der Geschäfte geschlossen ist, bieten wenige Ausnahmen weiterhin Einkaufsmöglichkeiten – allerdings nur an ausgewählten Standorten. Wer unnötige Wege vermeiden will, sollte sich daher im Vorfeld genau informieren – oder vorsorglich den Kühlschrank auffüllen.

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