Auf Mallorca sind zwei mutmaßliche Trick- und Taschendiebe mit knallharten Strafen belegt worden. Sie waren von der Guardia Civil festgenommen worden, weil sie für mindestens sieben Straftaten in den Gemeinden Calvià und Andratx verantwortlich sein sollen. Dabei hatten sie es vor allem auf ältere und ausländische Touristen abgesehen, unter ihren Opfern war auch eine Deutsche.
Beide Täter waren bereits vielfach wegen ähnlicher Taten vorbestraft. Möglicherweise auch deshalb hat der zuständige Bereitschaftsrichter ein Annäherungsverbot verhängt, ihnen untersagt, sich während des laufenden Verfahrens auf Mallorca niederzulassen, und ihnen eine Frist von maximal 24 Stunden gesetzt, um die Insel schnellstmöglich zu verlassen.
Bei den Festgenommenen – einem Mann und einer Frau rumänischer Staatsangehörigkeit – handelt es sich um Tatverdächtige in mehreren Fällen fortgesetzten Diebstahls. Zudem lag gegen die Frau eine offene gerichtliche Fahndung vor, der sie bislang nicht nachgekommen war. Das Duo nutzte die bekannte "Umarmungsmasche", um sich seinen Opfern zu nähern und sie zu bestehlen.
So gingen die Trickdiebe vor
Die beiden gehörten zu einer Gruppe, die sich auf Diebstähle bei Touristen, insbesondere älteren Menschen, spezialisiert hatte. Sie näherten sich ihren Opfern freundlich und vertrauensvoll. Unter einem Vorwand suchten sie körperliche Nähe und nutzten einen unachtsamen Moment, um Ketten oder Anhänger vom Hals der Opfer zu entwenden.
In den vergangenen Monaten war das Paar an mehreren Taten beteiligt, etwa in Palmanova: Dort sprachen sie eine deutsche Urlauberin auf der Strandpromenade an, angeblich um nach einem Spa zu fragen, und entwendeten ihr dabei eine Goldkette im Wert von 3000 Euro. Auch in dem beliebten Urlaubsort Sant Elm im Westen Mallorcas wurden sie aktiv: Während der Mann eine britische Touristin ablenkte, indem er ihr anbot, ein Foto von ihr zu machen, entwendete seine Komplizin die Geldbörse aus dem Rucksack der Frau.
Ermittlungen und Aufklärung
Nach entsprechenden Ermittlungen konnten die Beamten die mutmaßlichen Täter identifizieren; die Opfer erkannten sie anhand von Fotos wieder. Mit der Festnahme dieser Intensivtäter mit hoher krimineller Aktivität konnten insgesamt sieben Straftaten aufgeklärt werden, die in den vergangenen Monaten in Calvià und Andratx begangen wurden. Zudem stellten die Ermittler fest, dass gegen die Frau ein Haftbefehl der Gerichte in Barcelona wegen ähnlicher Delikte vorlag.