In Palma de Mallorca sind zwanzig Personen an einer Vergiftung erkrankt, nachdem sie ein Nahrungsergänzungsmittel mit überhöhtem Vitamin-D3-Gehalt eingenommen hatten. Einige der Betroffenen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden und erlitten bleibende Schäden an lebenswichtigen Organen. Die Nationalpolizei hat den Mann, der ihnen die Substanz verabreicht hatte, als mutmaßlichen Täter einer Körperverletzung festgenommen.
Eine Kundin hatte sowohl das Labor, das für die Herstellung des Präparats verantwortlich war, als auch den Vertreiber auf Mallorca auf die schädlichen Auswirkungen des Mittels aufmerksam gemacht, nachdem ihr Partner nach dem Verzehr des Produkts gesundheitliche Probleme erlitten hatte. Das Labor stellte den Fehler in der Konzentration des D3-Vitamins fest, die für den Verzehr zu hoch war, und forderte den dringenden Rückruf des Produkts. Anschließend meldete es das Problem den Gesundheitsbehörden.
Reklamation durch Kundin
Der Vertreiber kontaktierte einige der Kunden und schickte zunächst zahlreiche Verpackungen an den Hersteller zurück, wobei jedoch der Rückruf eines kleineren Teils der Lieferung noch ausstehend war. Er informierte die Gesundheitsbehörden ebenfalls über den Fehler in der Zusammensetzung des Vitaminpräparats, tat dies jedoch erst später und verschwieg dabei sowohl das Ausmaß des Fehlers als auch die Betroffenheit mehrerer Personen.
Betäubungsmittel-Spezialisten der Nationalpolizei von Palma leiteten eine Untersuchung ein. Die Beamten nahmen die Aussagen der Geschädigten auf und führten eine Reihe von Ermittlungen durch, um den Sachverhalt aufzuklären. Vorerst wurde der Verantwortliche des Vertriebsunternehmens des Produkts auf Mallorca festgenommen.