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Brandstifter versetzt Stadtviertel in Mallorcas Hauptstadt in Angst und Schrecken

In der Nacht zum Dienstag brannten im Stadtteil Bons Aires mehrere geparkte Fahrzeuge aus – nicht zum ersten Mal. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte Schlimmeres.

Nicht zum ersten Mal brannten in Bons Aires zu nächtlicher Stunde geparkte Fahrzeuge aus. | Foto: S.B.

| Palma de Mallorca |

Im Palmaer Stadtviertel Bons Aires hat in der Nacht zum Dienstag erneut ein mutmaßlich gelegter Brand mehrere Fahrzeuge zerstört und Bewohner eines Wohnhauses in Gefahr gebracht. Nach Angaben offizieller Stellen brach das Feuer kurz nach 1 Uhr an der Kreuzung der Straßen Carrer de Blanquerna und Carrer de Tiziano aus. Mehrere Motorräder und Autos seien völlig ausgebrannt, zudem hätten die Flammen ein angrenzendes Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Dessen Bewohner seien infolge des Brandes zeitweise eingeschlossen gewesen, zitiert die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" offizielle Stellen.

Ersten Erkenntnissen zufolge habe eine Kartonschachtel Feuer gefangen, von der die Flammen auf die nahe abgestellten Fahrzeuge übergegriffen hätten. Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Polizei konnten den Brand schließlich löschen. Verletzt worden sei niemand, eine vorsorglich herbeigerufene Ambulanz habe nicht eingreifen müssen. Die Ermittlungen hat eine spezialisierte Einheit der Nationalpolizei übernommen.

Anwohner berichten von wachsender Sorge im Viertel. "In der Gegend treibt ein Brandstifter sein Unwesen", argwöhnte eine Bewohnerin des betroffenen Hauses. Sie habe erst in der vergangenen Woche selbst Müllcontainer löschen müssen, die an derselben Straßenecke in Brand geraten seien. Sie haben Angst um ihr Auto, dass in unmittelbarer Nähe abgestellt sei. Bereits zwei Wochen zuvor seien unweit weitere Container ausgebrannt, wobei auch ein Kosmetikstudio beschädigt worden sei. Viele Anwohner sehen darin ein "beunruhigendes Muster".

In der Brandnacht wurden die Bewohner nach eigenen Angaben durch Lärm und Schreie aufgeschreckt. "Dadurch bin ich aufgewacht, und dann habe ich aus dem Fenster geschaut", berichtete eine Anwohnerin. Die Flammen, die sie auf der Straße sah, hätten sich "mit großer Wucht ausgebreitet". Zeitweise habe es keinen Fluchtweg für sie und die andere Bewohner des Hauses gegeben.

Ein anderer Bewohner schilderte, er habe zunächst "gar nicht realisiert, was sich auf der Straße abspielt". Später sei auf einen Balkon zum Innenhof hinaus gegangen und habe auf die Feuerwehr gewartet. Diese habe verhindert, dass die "Flammen auf die Wohnungen übergreifen".

Anfang April war es in derselben Gegend zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Die Polizei prüft nun, ob ein Zusammenhang besteht.

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