Beamte der Guardia Civil haben am zurückliegenden Sonntag auf Mallorca gemeinsam mit der Feuerwehr von Manacor einen Hund gerettet, der in einen Brunnen im Gemeindegebiet von Sant Joan gefallen war. Das Tier war unbeaufsichtigt gewesen und wurde nach der Rettung in ein Schutzzentrum für Haustiere gebracht. Das kommunizierte die Behörde in einer Pressemitteilung.
Der Einsatz wurde nach der Meldung eines Anwohners eingeleitet, der auf die Anwesenheit des Tieres auf einem Grundstück in der Ortschaft aufmerksam gemacht hatte. Als die Beamten des Naturschutzdienstes (SEPRONA) am Ort des Geschehens eintrafen, stellten sie fest, dass sich der Hund, ein Bretonischer Spaniel, in einem Brunnen befand.
Obwohl das Bauwerk Wasser enthielt, gelang es dem Tier, sich an einigen auf der Oberfläche schwimmenden Holzpaletten festzuhalten und so am Leben zu bleiben. Es wies jedoch deutliche Anzeichen von Erschöpfung und verschiedene leichte Verletzungen auf. Angesichts der Tiefe und der technischen Schwierigkeiten des Geländes wurde die Feuerwehr von Manacor um Unterstützung gebeten. Die Spezialisten setzten vertikale Rettungstechniken ein, um in den Brunnen abzusteigen und das Tier sicher zu bergen.
Nach der Rettung und da es nicht möglich war, den Besitzer sofort ausfindig zu machen, wurde der Hund tierärztlich versorgt und fachgerechte betreut. Die Guardia Civil hat polizeiliche Ermittlungen eingeleitet, um die Umstände des Vorfalls im Hinblick auf einen möglichen Fall von Tierquälerei aufzuklären.
Die Guardia Civil weist auf das auf den Balearen bestehende Problem hin, das mit dem Vorhandensein von Brunnen und Bohrlöchern zusammenhängt, die nicht über die Mindestanforderungen an Sicherheit oder Schutz verfügen. Dies führt regelmäßig zu Unfällen sowohl von Tieren als auch von Menschen, wobei auf Mallorca und seinen Nachbarinseln bereits mehrere ähnliche Vorfälle registriert wurden. Daher weist die Behörde erneut darauf hin, wie wichtig es ist, solche Anlagen ordnungsgemäß zu sichern, zu kennzeichnen und zu verschließen, insbesondere in ländlichen oder leicht zugänglichen Gebieten.