Mit einem Großprojekt für die Zukunft der Flugsicherung auf Mallorca und den restlichen Balearen-Inseln hat der spanische Ministerrat am Dienstag grünes Licht für den Bau eines neuen Flugverkehrskontrollzentrums gegeben. Die hochmoderne Anlage soll vom Airport Palma zum alten Flugfeld Son Bonet nahe Marratxí umziehen und dort in den kommenden Jahren entstehen.
Geplant ist ein Gebäudekomplex mit zwei zentralen Bereichen: Zum einen wird dort künftig das eigentliche Kontrollzentrum mit Büros untergebracht, zum anderen ein modernes Simulations-, Ausbildungs- und Notfallzentrum. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 81,4 Millionen Euro – ohne Mehrwertsteuer. Die Bauzeit wird mit etwa 32 Monaten angegeben.
Modernisierung technischer Infrastruktur
Hinter dem Umzug steckt vor allem die Modernisierung der technischen Infrastruktur. Nach Angaben der spanischen Flugsicherungsbehörde ENAIRE bietet der neue Standort bessere Voraussetzungen, um die technologischen Ziele des Strategieplans bis 2030 umzusetzen. Gleichzeitig wird auf dem bisherigen Gelände am Flughafen Son Sant Joan Platz geschaffen für weitere Umbau- und Modernisierungsarbeiten der Betreibergesellschaft Aena.
Wie aus Regierungskreisen verlautet, soll die neue Anlage nicht nur effizienter arbeiten, sondern auch nachhaltiger werden. Die Verantwortlichen versprechen sich davon eine optimierte Steuerung des Luftverkehrs über den gesamten Balearen sowie eine höhere Betriebssicherheit.
Besonders wichtig: Im neuen Zentrum wird erstmals auch ein vollständig separater Notfall-Kontrollraum eingerichtet. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Flugverkehr selbst bei technischen Problemen oder außergewöhnlichen Situationen ohne größere Einschränkungen weitergeführt werden kann. Ziel sei es, die Stabilität und Sicherheit des Systems deutlich zu erhöhen.