Er wollte immer hoch hinaus: Die Bergsteiger-Szene auf Mallorca trauert um Pere Brunet i Campins. Der Alpinist und Mitbegründer des heutigen Grup Excursionista de Mallorca (GEM) ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Auf der Insel galt Brunet als prägende Figur des modernen Bergsports und als Wegbereiter organisierter Bergsteigerstrukturen.
Brunet gehörte Anfang der 1970er-Jahre zu jener Gruppe von Enthusiasten, die den GEM ins Leben riefen. Der Verein entwickelte sich später zu einer der wichtigsten Institutionen des mallorquinischen Bergsports . Zugleich war Brunet maßgeblich am Aufbau der heutigen Federación Balear de Montañismo y Escalada beteiligt, die zunächst als regionale Vertretung des spanischen Nationalverbandes entstand. Nachdem Miquel Garau den Vorsitz abgegeben hatte, übernahm Brunet als zweiter Verantwortlicher der Organisation eine zentrale Rolle beim Aufbau verbindlicher Strukturen für Vereine und Bergsportler auf Mallorca und den übrigen Inseln.
Seine Leidenschaft für Gipfel entdeckte Brunet früh. Zwar begann er zunächst mit Handball, doch bereits mit 14 Jahren zog es ihn in die Natur und in die Serra de Tramuntana – eine Begeisterung, die ihn bis an sein Lebensende begleiten sollte.
In den Anfangsjahren des organisierten Bergsports auf den Balearen engagierten sich zahlreiche Vereine und Gruppen, darunter die Bergsportsektionen von Joventut Antoniana, dem Club Pollença oder Els Escorpins aus Manacor. Die Gründung des GEM im April 1973 gilt bis heute als Meilenstein für das Bergsteigen und den Klettersport auf den Inseln. Pere Brunet trug entscheidend dazu bei, diese Entwicklung voranzutreiben und seine Begeisterung für die Berge auch an Familie und Freunde weiterzugeben.
Mit Brunet verliert Mallorca nicht nur einen der bedeutendsten Bergsteiger der Insel, sondern auch eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg großen Respekt genoss. Viele Weggefährten beschrieben ihn als leidenschaftlichen Alpinisten und zugleich als warmherzigen Menschen, der die Bergwelt nicht nur sportlich, sondern auch menschlich geprägt habe.