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Parlamentspräsidentin Xelo Huertas soll gehen

Die Balearen-Regierung will sie offenbar loswerden: Parlamentspräsidentin Xelo Huertas. Hier am Dienstag bei den Feierlichkeiten zum Verfassungstag. | T. Ayuga

| Palma de Mallorca |

Die linke Balearen-Regierung will offenbar Parlamentspräsidentin Xelo Huertas loswerden. Das berichtet die spanische Tageszeitung Ultima Hora. Grund dafür ist der Ausschluss Huertas' aus ihrer Partei Podemos wegen Korruptionsverdachtes.

Bei einem Auftritt anlässlich des Verfassungstages am Dienstag wollte sich die Politikerin nicht zu dem Thema äußern. Gegenüber Parteifreunden soll Huertas aber bereits angekündigt haben, gegen den Parteiausschluss gerichtlich vorgehen zu wollen. Experten vermuten deshalb, dass sie auch das Amt der Parlamentspräsidentin nicht kampflos aufgeben wird.

Die Ethikkommission von Podemos wirft Huertas vor, gemeinsam mit ihrer Kollegin Montse Seijas ihre Ämter ausgenutzt zu haben um den Parteifreund Daniel Bachiller und dessen wissenschaftliches Labor im Rahmen der Haushaltsverhandlungen zu begünstigen. Auch Seijas und Bachiller wurden von dem Bündnis ausgeschlossen.

Die Protestpartei Podemos, vor drei Jahren aus der Empörten-Bewegung hervorgegangen, ist zwar nicht direkt an der aus Sozialisten und Linksgrünen bestehenden Regierungskoalition beteiligt, unterstützt diese aber. Auf diese Weise war es der Gruppierung auch gelungen, den Posten der Parlamentspräsidentin auszuhandeln. (cze)

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