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Zwölf Stunden unterwegs: Wie aus der Spanien-Reise einer Rentnergruppe ein Bus-Drama in der Provinz wurde

Die fünfzig Senioren waren auf dem Weg in ein mittelalterliches Dorf in der Nähe von Madrid, als die Fahrt 70 Kilometer vor dem Ziel abrupt endete. Hier ist die ganze Geschichte

Einer der Reisenden schoss dieses Foto des liegengebliebenen Reisebusses auf dem Weg nach Ávila.

| Ávila, Spanien |

Ein kleines Abenteuer war die Reise einer Gruppe Touristen aus Mallorca mit dem Imserso-Reiseprogramm für Senioren, die am zurückliegenden Sonntag mit erheblicher Verspätung in ihrem Hotel in der Gemeinde El Barco de Ávila ankamen, einem Ort nordwestlich von Madrid. Es war ihr Plan, dort sechs Tage lang Ausflüge zu unternehmen und diese Gegend von großem historischem und kulturellem Wert kennenzulernen. Doch die Pläne änderten sich leicht, als sie Madrid mit einem Reisebus verließen, der laut einem der Reisenden bereits Anzeichen für ein mechanisches Problem zeigte.

Bis der Bus schließlich, etwa 70 Kilometer vor dem Ziel und kurz nach einem technischen Stopp an einer Tankstelle, mit einer Panne stehen blieb und die rund fünfzig mallorquinischen Rentner unterschiedlicher Herkunft, die darin reisten, für etwa zweieinhalb Stunden am Straßenrand zurückließ, die diese Wartezeit nutzten, um sich die Beine zu vertreten.

Viele bereits seit dem Morgen unterwegs

Mit viel Geduld warteten sie auf die Ankunft eines neuen Busses, der sie nach El Barco de Ávila brachte, wo sie am späten Nachmittag nach einer zwölfstündigen Reise endlich ihre Unterkunft erreichen konnten – nachdem viele von ihnen am frühen Sonntagmorgen von zu Hause aufgebrochen waren, um nach Madrid zu fliegen.

Das Fahrzeug hatte eine schwere Panne, doch glücklicherweise blieb es dabei, und alle von diesem Vorfall betroffenen mallorquinischen Imserso-Touristen konnten ihre Reise anschließend in einem anderen Fahrzeug fortsetzen, um die Fahrt in die Ortschaft in Ávila anzutreten, die während dieser Woche ihr Aufenthaltsort sein wird.

Sehr beliebt

Das Institut für ältere Menschen und Sozialdienste IMSERSO der spanischen Regierung bietet der genannten Personengruppe vergünstigte Gruppenreisen innerhalb des Landes an. Diese sind dermaßen beliebt, dass sich an den Tagen, an denen sie verkauft werden, vor den beteiligten Reiseagenturen lange Warteschlangen von Interessenten bilden.

Ávila, die Hauptstadt der gleichnamigen spanischen Provinz, liegt in den Hügeln nordwestlich von Madrid. Bekannt ist vor allem die vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer mit über 80 zinnenbesetzten, halbrunden Türmen und 9 Toren, darunter dem bogenförmigen El Alcázar auf der Ostseite. Die Stadtmauer ist auf weiten Abschnitten begehbar und wird nachts angestrahlt.

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