Vor einem Flug von Hamburg nach Palma de Mallorca haben Mitarbeiter von Ryanair ein dreijähriges Kind von seinen Eltern getrennt und irgendwo im Flieger platziert. Die Familie hatte jedoch nach einer Meldung von T-Online Sitze gebucht, um zusammensusein.
Der Vorfall ereignete sich am Samstag, 14. März, auf dem Flug FR 7185. Die Familie berichtete, dass sie am Abend vor dem Abflug in der App von Ryanair festgestellt habe, dass die Sitzplätze anders vergeben worden seien. Ihr Kleinkind sei demnach überraschend auf einen anderen Platz umgebucht worden, weit entfernt von den Eltern. Eine Klärung noch am Flughafen sei nicht gelungen.
Erst an Bord des Flugzeugs habe sich die Situation etwas entspannt, allerdings nur durch Eigeninitiative. Die Familie setzte sich nach eigenen Angaben auf Plätze, die Freunde gebucht hatten, die ihre Reise aber krankheitsbedingt nicht antreten konnten.
"Situation ein bisschen sehr unorganisiert"
Doch auch danach sei es zu Konflikten gekommen. Die Mutter berichtet: "Dann kam ein anderes Pärchen, die meinten, sie sollen hier sitzen." Die Familie habe sich geweigert, erneut umzuziehen. Erst eine Flugbegleiterin habe das Paar schließlich umgesetzt. Insgesamt sei die Situation "ein bisschen sehr unorganisiert gewesen", so die Mutter.
Ryanair weist die Kritik zurück. Eine Sprecherin erklärte auf Anfrage von T-Online, das eingesetzte Flugzeug sei kurzfristig aus betrieblichen Gründen gewechselt worden – von einer Boeing 737-8000 auf eine 737-8200. Dabei habe ein ursprünglich gebuchter Sitzplatz nicht existiert, weshalb Passagiere umgesetzt werden mussten.
Nach Darstellung der Airline setzte die Crew die Familie noch während des Flugs zusammen. Zudem halte man sich an die eigenen Richtlinien: Kinder unter zwölf Jahren müssten neben einer erwachsenen Begleitperson sitzen.