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Strände

Strand immer schmaler! Promenade in diesem Ferienort auf Mallorca soll deutlich verkleinert werden

Der Badebereich des vor allem bei Deutschen beliebten Ortes verliert durch den Klimawandel immer mehr an Sand

Geplant ist eine Rückverlegung der Strandpromenade um etwa 20 Meter auf einem etwa ein Kilometer breiten Streifen von der Punta de n’Amer bis zum Parc de la Mar | Foto: A. BASSA

| Cala Millor, Mallorca |

Weil der Strand des bei Deutschen auf Mallorca beliebten Dorfes Cala Millor immer mehr an Sand verliert, soll dessen Strandpromenade bereichsweise um etwa 20 Meter zurückverlegt werden. Dies wurde bei der Präsentation des Projektes LIFEAdaptCala Millor am vergangenen Donnerstag bekannt. Verbände und Medien erfuhren dabei, dass ohne geeignete Maßnahmen zwischen 42 und 82 Prozent des Strandreichtums verloren gehen würden.

Nach drei Jahren Forschung, mehr als 159 Sensibilisierungsmaßnahmen, 53 Wanderungen und über 52 Treffen legt das Projekt LIFEAdaptCala Millor zur Anpassung an den Klimawandel die strategischen Leitlinien für die Zukunft fest. Es handelt sich um einen wegweisenden Plan, dessen Ziel es ist, ein Modell zur Anpassung zu entwickeln, das auf andere Strände im Mittelmeerraum übertragbar ist.

Das Projekt LIFE AdaptCalaMillor wurde im Jahr 2023 ins Leben gerufen und läuft bis 2027. Es verfügt über ein Budget von 2,2 Millionen Euro, wobei 60 Prozent aus europäischen Mitteln finanziert werden, und umfasst die Beteiligung von 23 nationalen, regionalen und lokalen Behörden. Bei seiner Präsentation bestand die Möglichkeit, das Einsatzgebiet vor Ort zu besichtigen, um den gesamten Prozess nachzuvollziehen.

Strand von Cala Millor prädestiniert

Die Leiterin des Dienstes für Atmosphäre und Klimawandel der Generaldirektion für Klimawandel der Regionalregierung, Joana Garau, sprach über die Ziele dieses Projekts. Die Wahl des Strandes von Cala Millor ist darauf zurückzuführen, dass er ein geeigneter Schauplatz für die Durchführung dieses Projekts ist, da dort bereits seit mehr als 20 Jahren Untersuchungen stattfinden.

Ines Batle, Vorsitzende des Hotelverbands von Cala Millor, brachte die Besorgnis der Branche über den Sandverlust zum Ausdruck. "Er ist unser größtes Kapital", sagte sie und bedankte sich für die Umsetzung des Projekts. Jordi Miró, Leiter der Abteilung für Architektur und Stadtplanung bei einem der Projektpartner, erläuterte die festgelegten Strategien: "Nach den Vorschlägen, die im Laufe der Jahre gemacht wurden, haben wir uns auf zwei konzentriert: die Rückverlegung der Strandpromenade im südlichen Bereich des Strandes und eine Barriere, die im nördlichen Bereich (wo sich der derzeitige Steg befindet) den Sand zurückhalten soll."

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