Erstmals seit dem Jahr 2010 hebt am Mittwoch, 1. April, wieder ein Flugzeug von Ryanair in Friedrichshafen ab. Ziel des ersten Starts ist Alicante. Die spanische Küstenstadt wird von April bis Mitte Oktober jeweils mittwochs und samstags angeflogen. Zusätzlich bietet die Airline Verbindungen nach Palma de Mallorca an – im April zunächst zweimal pro Woche freitags und montags, ab Mai dann außerdem mittwochs.
Für den wirtschaftlich angeschlagenen Bodensee-Airport ist die Rückkehr des irischen Billigfliegers ein wichtiges Signal. Auch bei Ryanair zeigt man sich mit der bisherigen Nachfrage zufrieden. “Das geht alles in die richtige Richtung”, erklärte Marcel Pouchain Meyer, Marketingchef für den deutschsprachigen Raum. Für das erste Jahr peilt das Unternehmen rund 50.000 Passagiere sowie eine Auslastung von 92 Prozent an.
Fixer Ölpreis bis 2027
Dass Ryanair Verbindungen bei schwacher Nachfrage rasch wieder einstellt, ist bekannt. Ob Alicante und Palma auch im Winterflugplan bleiben oder das Angebot sogar erweitert wird, ist laut Meyer noch offen. Man werde die Entwicklung laufend beobachten.
Um sich gegen steigende Kosten abzusichern, hat Ryanair vorgesorgt: Bis April 2027 wurde ein fixer Ölpreis von 67 US-Dollar pro Barrel vereinbart. Damit sieht sich die Airline vorerst gegen steigende Treibstoffpreise gewappnet.
Bei der Ankündigung der Rückkehr hatte Ryanair Friedrichshafen unter anderem wegen “wettbewerbsfähiger Kosten” gelobt und gleichzeitig Kritik am Flughafen Memmingen geübt. Nun folgt jedoch auch dort ein Ausbau: Zum Sommerflugplan wird das Angebot im Allgäu erweitert. Auf die Frage, ob sich die Konditionen verbessert hätten, antwortete Meyer knapp mit “ja”, ohne Details zu nennen.