Die Rettungsschwimmer von Palma de Mallorca haben öffentlich einen „schwerwiegenden Zustand der Vernachlässigung und Unsicherheit“ angeprangert, unter dem die Strände der Gemeinde ihrer Aussage nach leiden. Die Mitarbeiter machen den zuständigen Stadtrat, Llorenç Bauzá, und den Bürgermeister, Jaime Martínez, direkt dafür verantwortlich, was sie als mangelndes Handeln und Engagement für einen unverzichtbaren Dienst betrachten.
Laut einer Pressemitteilung kam es in den letzten Wochen zu mehreren unschönen Vorfällen. Dazu zählen der Diebstahl eines Dienstfahrrads und der Einbruch in ein Fahrzeug, während ein Rettungsschwimmer im Einsatz war – Vorfälle, die ihrer Meinung nach eine zunehmend besorgniserregende Situation an der Küste von Palma widerspiegeln.
Unbekannte stehlen "socorrista" einfach das Handy
Der jüngste Vorfall ereignete sich in El Arenal, wo ein Rettungsschwimmer seinen Turm verließ, um einem Hinweis auf rücksichtsloses Verhalten von Badegästen nachzugehen. Bei seiner Rückkehr stellte er fest, dass jemand in die Anlage eingedrungen war, um sein Mobiltelefon zu entwenden – eine Situation, die die Vereinigung als inakzeptabel bezeichnet.
Die Rettungsschwimmer versichern, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt, sondern um die Folge eines Umfelds „ohne ausreichende Überwachung und mit einem Gefühl der Straffreiheit“. Sie warnen zudem vor Diebstählen an verschiedenen Stellen der Küste, von Cala Major bis Playa de Palma, ohne dass, wie sie beklagen, ausreichende Maßnahmen ergriffen würden.
Die Initiative weist zudem auf weitere strukturelle Mängel hin. Dazu gehören der Mangel an Toiletten und öffentlichen Sanitäranlagen in Gebieten wie Playa de Palma und Cala Estancia sowie das Fehlen funktionsfähiger Erste-Hilfe-Stationen in Cala Estancia und Ciudad Jardín.
Demonstration für den 30. Mai geplant
„Es ist unzumutbar, dass wir, die wir täglich für das Leben und die Sicherheit Tausender Menschen sorgen, unter unwürdigen Bedingungen und ohne ausreichende Mittel arbeiten“, heißt es in der Erklärung, die auch die Stadtverwaltung kritisiert. Sie werfen dem Stadtrat vor, in der Presse eine „ausgestreckte Hand“ zu verkünden, während ihrer Meinung nach keine wirklichen Lösungen umgesetzt werden.
Angesichts dieser Situation rufen die Rettungsschwimmer die Bevölkerung dazu auf, an einer für den 30. Mai geplanten Demonstration teilzunehmen. Das Ziel sei es, sichere, menschenwürdige Strände mit angemessenen öffentlichen Dienstleistungen zu fordern.