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"Wetten, dass ..?" könnte auf Mallorca weiterleben

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Aus Sicht der allermeisten Insel-Deutschen war "Wetten, dass ..?" in der Stierkampfarena von Palma ein Top-Event. Wochenlang hat man in Bars und Cafés darüber geredet. Vorher ging es meist darum, wer denn auf der Couch sitzt oder wie man an Karten kommen kann, hinterher wurde fachmännisch die Show analysiert. Ganz abgesehen von der Werbewirkung und den extra anreisenden Urlaubern hatte die Veranstaltung auf der Insel auch noch die Bedeutung eines gesellschaftlichen Events, bei dem man sich traf. Und wer dann noch auf die After-Show-Party durfte, der war schon was in der deutschen Society. Richtig große Unterhaltungsevents, an denen die Deutschen Spaß haben, gibt es nicht viele auf der Insel. Weltstars machen bei ihren Tourneen auf dem spanischen Festland Station und einen Bogen um Mallorca. Der Grund ist einfach: Wir leben auf einer Insel. Hier gibt es kein Hinterland. Nach Barcelona oder Valencia, zum Beispiel, können die Fans eines angesagten Rockstars Hunderte Kilometer günstig mit Bahn, Bus oder Auto anreisen. Nach Mallorca muss man fliegen oder das Schiff nehmen. Hier lässt sich kein Stadion mit Fans füllen. Das gilt auch für Real Mallorca. Wer aus einer deutschen Metropole nach Mallorca zieht, muss also Abstriche in Sachen Groß-Events machen. Da war "Wetten, dass ..?" stets eine willkommene Abwechslung. Wenngleich bei der letzten Show schon im Vorfeld der Lack ab gewesen ist. Kultmoderator Gottschalk nicht mehr da, die Gästeliste langweilig - erstmals gab es noch am Tag der Show Karten zu kaufen. Und eine After-Show-Party hatte man erst gar nicht angesetzt. Vielleicht besinnt man sich beim ZDF ja doch noch und gibt "Wetten, dass ..?" eine Chance. Genauer: Man könnte die Mallorca-Ausgaben der Show überleben lassen. "Wetten, dass ..?" nur noch im Sommer und immer aus der Arena in Palma. Es gäbe nur Gewinner. Die Insel-Deutschen hätten ihren Event, die Marke würde weiterleben. Jede Show wäre etwas ganz Besonderes und würde mit Spannung erwartet werden. Bliebe nur die Frage, wer dann moderiert ... Autor; Nils Müller

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