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Spanien-Star Bardem nutzt Oscar-Bühne für politisches Statement – klare Worte zu Palästina und Krieg

Der spanische Schauspieler wiederholte damit eine Haltung, die er bereits in früheren politischen Konflikten öffentlich gezeigt hatte

Der spanische Schauspieler Javier Bardem posierte am Sonntag auf dem roten Teppich bei der 98. Verleihung der Oscars | Foto: UH

| | Mallorca |

Der auf den Kanaren geborene Schauspieler Javier Bardem hat bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles ein politisches Statement gesetzt und sich für ein "freies Palästina" sowie ein klares "Nein zum Krieg" ausgesprochen. Bardem, der die Kategorie "Bester internationaler Film" präsenierte, nutzte seine Bühnenpräsenz für eine deutliche Positionierung in den Nahost-Konflikten. Er war damit der erste der diesjährigen Oscar-Teilnehmer, der sich offen gegen den Krieg äußerte. Der Preis ging später an den norwegischen Film "Sentimental Value" von Joachim Trier.

Bereits auf dem roten Teppich hatte der spanische Schauspieler seine Haltung sichtbar gemacht. Er trug am Revers einen Anstecker mit der Aufschrift "Nein zum Krieg" – denselben Slogan, den er schon 2003 während des Irakkriegs getragen hatte. Ergänzt wurde das Symbol durch eine Darstellung von Handala, einer 1969 geschaffenen Figur, die als Zeichen des palästinensischen Widerstands gilt.

Javier Bardem und seine Frau Penélope Cruz sind oft auf Mallorca

In einem Interview mit der spanischen Nachrichtenagentur Efe betonte Bardem, man müsse die Reichweite der Oscar-Bühne nutzen, um über zentrale Themen zu sprechen. Das Kino solle zwar gefeiert werden, doch ebenso wichtig sei es, jene Themen anzusprechen, die weltweit Leid verursachten.

Den aktuellen Konflikt im Nahen Osten bezeichnete Bardem als "rechtswidrig" und warf den Verantwortlichen vor, er basiere "auf Lügen". Er sprach von einem weiteren illegalen Krieg, bei dem unschuldige Menschen getötet würden. Frühere Begründungen wie angebliche Massenvernichtungswaffen seien ebenso wenig tragfähig gewesen wie spätere politische Ziele, die seiner Ansicht nach nicht erreicht worden seien. Schon vor der Zeremonie hatte der Schauspieler seine Haltung öffentlich gemacht, indem er ein Foto mit dem Slogan-Anstecker und dem Symbol auf seinen Social-Media-Kanälen teilte.

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