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Kuchen backen, Kino, Essen gehen; So feiern deutsche Mallorca-Frauen den Muttertag am Sonntag

Außerdem erklärten die sechs Frauen mit Kindern, was das Mutter-Sein für sie bedeutet und welchen Einfluss die Insel auf diese Rolle hat

So wie auf diesem Archivbild genießen mehrere Frauen am kommenden Sonntag den Muttertag mit ihren Kindern. | Foto: Drazen Zigic (istock.com)

| Mallorca |

Am kommenden Sonntag ist deutscher Muttertag. Ein Tag, an dem die Frauen im Mittelpunkt stehen, die uns allen das Leben geschenkt haben. MM hat mit sechs Müttern, teilweise Großmütter, gesprochen, die mit Deutschland und Mallorca verbunden sind. Sie erklärten, ob und wie sie den Muttertag feiern, was das Mutter-Sein für sie bedeutet und welchen Einfluss die Insel auf sie als Frau mit Kind(ern) hat.

Monika Tschosek feiert am Sonntag mit ihrer eigenen Mutter. Foto: privat

Monika Tschosek, 65 Jahre alt, Entertainerin, Coach und Autorin

Tschosek hat eine 36 Jahre alte Tochter, die seit zweieinhalb Jahren auf Mallorca lebt. Sie selbst wohnt in Deutschland und kommt drei bis vier Mal pro Jahr zu Besuch. "Den kommenden Muttertag werde ich mit meiner eigenen Mutter verbringen, die bereits 90 Jahre alt ist", so Tschosek. "Dann werden wir gemeinsam essen gehen." Als Mutter fühlt sie "bedingungslose Liebe" zu ihrem Kind und bezeichnet die Geburt ihrer Tochter als "das Beste, was mir passiert ist". Mit ihrer Tochter fährt Tschosek auf Mallorca gerne in kleine Buchten. "Dort ist alles perfekt, die Energie stimmt und wenn ich sehe, dass mein Kind glücklich ist, habe ich meine Erfüllung gefunden!"

Stephanie Schulz (M.) mit ihren Töchtern (29 und 21). Foto: Eva Plasencia

Stephanie Schulz, 53 Jahre alt, Autorin und Moderatorin

Wenn Schulz über ihre Rolle als Mutter nachdenkt, empfindet sie vor allem Freude darüber, vor 22 Jahren mit ihrer Familie nach Mallorca gezogen zu sein. Das liegt an den schönen Kindheitserinnerungen, die das Leben auf der Insel ihren beiden Töchtern, 29 und 21 Jahre alt, geschenkt hat. "Wenn ich heute ganz früh morgens, noch bevor der erste Tourist den Weg aus seinem Hotel gefunden hat, durch die stille Altstadt von Palma laufe und die morgendliche Kühle spüre, habe ich das Gefühl, dass Mallorca nicht nur die Heimat meiner Kinder, sondern auch meine eigene geworden ist", so Schulz.

Rossitza Hantelmann hat zwei erwachsene Kinder. Foto: privat

Rossitza Hantelmann, 51 Jahre alt, Immobilienmaklerin

"Den Muttertag verbringe ich am liebsten mit meinen Kindern auf unserer Finca – unserem Zuhause mitten in der Natur, mit viel Land und vielen Tieren", sagt Rossitza Hantelmann, die sich an einem Sohn und an einer Tochter erfreut. Dankbarkeit ist das Wort, das sie in erster Linie mit diesem Tag verbindet. Darüber hinaus bedeute er bewusste Zeit miteinander. "Mallorca hat mein Muttersein dabei nicht nur verstärkt, sondern auch verändert", so die Geschäftsfrau. Aus der klassischen Mutter-Kind-Beziehung zu ihrem Sohn sei mit der Zeit auch eine enge Partnerschaft im Beruf entstanden: Christopher arbeite mit ihr seit Jahren vertrauensvoll im Verkauf von Luxusimmobilien zusammen. Hantelmann schätzt diese Verbindung aus Familie und Unternehmen, die ihr Leben auf der Insel "einzigartig" mache.

Emina Huduti mit ihrer Tochter Mia. Foto: privat

Emina Huduti, 41 Jahre alt, Autorin

Huduti vergleicht das Mutter-Sein mit einem Tagebuch, das immer offen bleibt – egal, was hineingeschrieben wird. Inspiriert zu diesem Gedanken hat sie ihre Tochter. "Ich bin keine Mutter, die alles richtig macht", sagt sie. "Ich bin eine, die weiß, was es bedeutet, wenn der Boden unter einem wegbricht - und die genau deshalb dafür sorgt, dass Mia immer einen festen Stand hat." Das Einzige, was sie ihrer Tochter wirklich mitgeben wolle, sei, dass diese bei ihr lande, egal wie. Um beim Vergleich mit dem Tagebuch zu bleiben: Einfach da zu sein, auszuhalten, was hineinkommt, Toleranz – das sind die Qualitäten, die Huduti mit ihrer Rolle als Mutter in Verbindung bringt. "Ich klappe nie zu", schließt die Deutsch-Bosnierin, die seit mehr als acht Jahren auf Mallorca lebt.

Die Fotografin Daniela Urbschat (Mitte) erfreut sich eines regen Familienlebens, dank unter anderem drei Töchtern und drei Enkelinnen. Foto: privat

Daniela Urbschat, 70 Jahre alt, Fotografin

"Das Schöne daran, wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, ist, dass man nicht älter wird", sagt Urbschat, die vier Kinder hat: drei Töchter sowie einen Sohn. "Deswegen geht’s mir so gut!" Es gebe nichts Wichtigeres und Schöneres als das Mutter-Sein, das sie von früh bis spät in Bewegung halte. "Das bedeutet eine Welt für mich. Als Mütter sind wir ja immer darauf bedacht, dass es unseren Kindern gut geht." Zu ihren eigenen kommen sechs Enkel hinzu, teilweise von der Künstlerin Natalie "Ms. Marnali" Bernsteiner, die Urbschat immer wieder auf Mallorca besuchen komme. "Wir versuchen so oft wie möglich, die Bande zusammenzukriegen. Das sind die glücklichsten Momente!" Den Muttertag am Sonntag verbringe sie gemeinsam mit einem Teil ihrer Kinder im Kino und bei einem gemeinsamen Essen.

Alexandra Trovato wurde früher am Muttertag verwöhnt. Foto: privat

Alexandra Trovato, 57 Jahre alt, Vertriebsmitarbeiterin

Beim Gespräch über den Muttertag lobt Trovato die Hilfsbereitschaft der Mallorquiner, auf deren Insel die Mutter von zwei Söhnen seit 1994 eine Immobilie hat. "Wenn man hier als Mutter alleine mit Kindern unterwegs ist, wird einem meistens geholfen. Die Einheimischen sind kinderfreundlich und familiär." Da sie mit ihrem Nachwuchs zu dessen Schulzeiten fast die gesamten Ferien auf Mallorca verbracht habe, verbinde dieser Ort sie mit ihren Söhnen. Mit diesen habe sie dort auch vorherige Muttertage gefeiert und ihre Jungs hätten versucht, sie unter anderem mit einer selbstgebackenen Torte zu verwöhnen. Seitdem ihre Kinder ausgezogen sind, so Trovato, trinke man lediglich gemeinsam Kaffee. "Es reicht schon, wenn die gesamte Familie beisammen ist."

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