Die wenig bekannte Volksbank „Brawo“ (Braunschweig und Wolfsburg) dreht laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" offenbar auf Mallorca am ganz großen Rad. Unter dem Projektnamen „Colina Mar" soll das Geldinstitut den Bau von fünf Villen organisiert haben – in Hanglage und angeblich mit allerbestem Blick hinunter auf die Bucht von Camp de Mar, auf Santa Ponsa und die Malgrats-Inseln.
Die Bank verlangt dementsprechend viel Geld von Käufern der Gebäude: Für eine der Villen namens „Cípres“ fordert sie laut der "Wirtschaftswoche" knapp acht Millionen Euro. Dafür dürfen sich die Besitzer aber nicht nur über den Meerblick freuen: „Cípres“ verfügt über eine Wohnfläche von 631 Quadratmetern und ein Grundstück mit 1500 Quadratmetern.
Die Größe erklärt auch, wieso darin gleich Platz für fünf bis sieben Schlaf- und sechs bis acht Badezimmer sei, wie auf der eigens geschalteten Webseite des Villenprojekts „Colina Mar“ nachzulesen ist. Auch biete „Cípres“ einen „spektakulären Infinity-Pool“ mit 15 Metern Länge. Auf der Projektwebseite von „Colina Mar“ heißt es deshalb, in der Villa seien „große Träume zuhause“.
Laut dem Bericht erst zwei von fünf Villen veräußert
Ein Informant, der die Villen in den vergangenen Wochen besichtigt hatte, beschrieb der "Wirtschaftswoche" seinen Eindruck. Einige Pools vor den Häusern sollen demnach schon mit Wasser befüllt sein. Zudem sind rund um die oberen Villen Pflanzen zu erkennen.
Bislang sind laut der "Wirtschaftswoche" erst zwei der fünf Villen veräußert. Für die drei unteren mit den Namen „Cípres“, „Pino“ und „Encina“ sucht die Brawo-Volksbank hingegen noch Käufer. Was dem Bericht zufolge auch offenbart, welches Risiko das Geldinstitut mit dem „Colina Mar“-Vorhaben eingegangen ist: Sollte sie die drei Villen nicht oder nicht zum geforderten Preis von jeweils acht Millionen Euro veräußern können, könnte sie auf den Baukosten ganz oder in Teilen sitzenbleiben.