Folgen Sie uns F Y T I R
Kunst & Kultur

Bedoy & Warhol: stimmungsvolle Vernissage im Pink Panthers Collectors Club auf Mallorca

Am vergangenen Freitag und Samstag eröffnete in der Galerie in Puerto Portals die Ausstellung "Zwei Perspektiven auf das Licht"

Felix Wille mit seiner Frau Yvonne Struzek, Inhaber des Pink Panters Collectors Club, Dr. Monika Brück und Künstler Adrian Bedoy (v.l.n.r.). | Foto: Alle Fotos: Uwe Erensmann/@uepress

| Portals Nous, Mallorca |

Ein milder Abend im Luxushafen Puerto Portals auf Mallorca, das leise Klirren von Gläsern, gedämpfte Gespräche auf den Terrassen und das sanfte Schaukeln der Yachten – die Kulisse hätte kaum stimmiger sein können für eine Vernissage, die bewusst auf leise Zwischentöne setzt.

Am vergangenen Freitag und Samstag eröffnete im Pink Panthers Collectors Club die Ausstellung Zwei Perspektiven auf das Licht. Im Mittelpunkt: ein spannender künstlerischer Dialog zwischen Adrian Bedoy und Andy Warhol – zwei Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise dem Motiv der Sonne und der Wahrnehmung von Licht nähern.

Monika Pracht (links) mit ihrer Tochter Miriam Prach.

Während Warhols ikonischer Zugang das Licht als kraftvolles, fast plakatives Symbol inszeniert, setzt der Bedoy auf leise Beobachtung. Der Düsseldorfer Küstler und Fotograf, der tagsüber im Projektmanagement arbeitet und sich abends seiner Kunst widmet, zeigte Werke, die mit Transparenz, Überlagerungen und subtilen Spannungen spielen. Seine Arbeiten wirken wie Glasflächen: Sie eröffnen den Blick – und werfen ihn zugleich auf den Betrachter zurück.

Andrea Fürstin von Sayn-Wittgenstein.

Gerade dieser Kontrast machte den Reiz der Ausstellung aus. Statt eines direkten Vergleichs entstand ein Dialog, der Besucher dazu einlud, eigene Perspektiven zu entwickeln. Viele nahmen sich Zeit, zwischen den Werken zu verweilen, Details zu entdecken und die unterschiedlichen Bildsprachen auf sich wirken zu lassen.

Auffällig ist dabei Bedoys Blick für das Alltägliche: Zäune, urbane Strukturen oder Spiegelungen in Glasfassaden werden zu Ausgangspunkten vielschichtiger Kompositionen. Was zunächst unscheinbar wirkt, entfaltet bei genauerem Hinsehen eine überraschende Tiefe – ein Ansatz, der bewusst im Gegensatz zur schnelllebigen Bilderwelt steht.

David Reichert und Hendrikus Reichert de Heer.

Die Resonanz auf die beiden Vernissage-Abende war entsprechend lebendig. Sammler, Kunstinteressierte und Inselbesucher kamen ins Gespräch, tauschten Eindrücke aus und ließen die Abende anschließend in den Restaurants rund um den Hafen ausklingen. "Ich bin hochzufrieden", erklärte Bedoy gegenüber MM. "Mein Anliegen war und ist es, die Kunst dorthin zu bringen, wo die Menschen sind und nicht die Menschen zur Kunst zu locken."

Wer die Vernissage verpasst hat, hat dennoch Gelegenheit zum Besuch: Die Ausstellung ist noch bis in den Sommer hinein zu sehen. Besonders reizvoll ist ein Besuch am frühen Abend – wenn sich ein Spaziergang entlang der Marina mit einem anschließenden Abstecher in die Sammlung verbinden lässt.

Zum Thema
Meistgelesen