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Hier wird ordentlich geköchelt: Das sind die zehn besten Restaurants auf Mallorca

Michelin macht den "Cocineros" der Insel Stress und Freude zugleich. Die Tester vergaben zudem einen "grünen" Stern an ein Lokal in Port de Pollença. Und so hat sich die Zahl der Sterne insgesamt entwickelt

Ihn ehrt Michelin besonders: David Rivas kocht im Terrae in Port de Pollença und hat dabei auch die Umwelt im Blick | Foto: R.D. / Grup Serra / Ultima Hora

| Mallorca |

Bei der Michelin-Gala diese Woche in Málaga konnte sich Mallorca als Hotspot für Feinschmecker behaupten. Es bleibt bei elf Michelin-Sternen für zehn Restaurants. Als einziges Zwei-Sterne-Restaurant auf der Insel führt das Restaurant Voro in Canyamel mit Chefkoch Álvaro Salazar die Liste an. Er gehört in einen erlesenen Kreis: In ganz Spanien gibt es insgesamt nur 37 Zwei-Sterne-Restaurants. Mallorca kann sich zudem weiterhin über neun Ein-Sterne-Restaurants freuen.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei dem renommierten, französischen Guía Michelin zudem eine immer wichtigere Rolle. Deshalb würdigt der Führer zusätzlich Restaurants mit einem „grünen” Stern. Dort konnte Mallorca richtig punkten. Erstmalig bekam David Rivas, der kreative venezolanische Küchenchef und Besitzer vom Restaurant Terrae in Port de Pollença, einen grünen Stern für sein umweltbewusstes Kochen. Damit hat Mallorca nun insgesamt fünf Lokale, über denen ein Stern in Grün leuchtet. Denn die Restaurants Andreu Genestra (Llucmajor), Béns d’Avall (Sóller), Ca na Toneta (Caimari) und Maca de Castro (Port d’Alcúdia) konnten ihre grüne Prämierung behalten.

Womit hat der neue im Bunde, David Rivas, in seinem Restaurant Terrae die Gourmet-Tester überzeugt? Er hat es geschafft, die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern und gleichzeitig den puren Geschmack der Insel auf die Teller zu bringen - ganz ohne Zusatzstoffe. Dabei beweist Rivas ein hohes Maß an Flexibilität. Denn er passt seine lokale, saisonale Küche dem Angebot kleiner Produzenten vor Ort an und bietet fast täglich neue Gerichte. Versteht sich, dass er auf das Konzept „km 0” setzt. Da sind die Fischer in der Bucht von Port de Pollença, mit denen er kooperiert. Das Fleisch kommt aus der örtlichen Kooperative, das Gemüse von den Bauern aus der Umgebung. Zudem vermeidet Rivas im Rahmen von „Zero Waste” Abfälle weitestgehend und versucht, jeweils das komplette Produkt zu verarbeiten. Auf synthetische Zusatzstoffe verzichtet er bewusst.

„Wir setzen auf Nachhaltigkeit ohne Effekthascherei, indem wir lokale Produkte der Saison verwenden”, sagt David Rivas stolz. „Wir arbeiten auch mit Arrels Marines zusammen, einer Organisation, die sich für den Schutz der Meere einsetzt.“ Terrae ist in seinen Augen nicht nur ein Restaurant: „Es ist ein Statement. Wir zeigen, dass es eine andere, eine bessere Art zu kochen gibt.”

Die alljährlich stattfindende Michelin-Gala ist eine Hommage an die Haute Cuisine, die von vielen mit großer Spannung erwartet wird. Nicht nur von den Köchen und Restaurantbetreibern selbst, sondern ebenso von internationalen, passionierten Feinschmeckern.

In Spanien gibt es jetzt so viele ausgezeichnete Restaurants wie nie zuvor. Der Guía Michelin für Spanien und Andorra 2026 verzeichnet in Spanien insgesamt 306 Sterne-Restaurants. Darunter sind 16 Drei-Sterne-Restaurants, 37 Zwei-Sterne-Restaurants sowie 253 Ein-Sterne-Restaurants.

Auch Michelin selbst hat Grund zu feiern: seinen 125. Geburtstag. Der Führer des gleichnamigen französischen Reifenproduzenten erscheint bereits seit 1900. Damals - lediglich zwei Jahre nach Beginn der Pkw-Reifenproduktion - kam der heute so bekannte Restaurantführer das erste Mal heraus. Mittlerweile ist er für alle Gourmets die „rote Bibel”. Denn von Anfang an hatte das Verzeichnis mit den guten Adressen schon einen roten Einband. Es begann eine lange Erfolgsgeschichte.

Es waren die Brüder André und Édouard Michelin, die seinerzeit bereits fest an das Reisen glaubten. Ihren Reifenkunden wollten sie einen zusätzlichen Service bieten - mittels eines Führers mit Tipps für unterwegs, von Kraftstoffdepots und Werkstätten bis hin zu empfehlenswerten Unterkünften und Restaurants. So etwas nennt man vorausschauend. „Dieses Werk erscheint zum neuen Jahrhundert und wird solange wie dieses bestehen“, schrieben die beiden Visionäre im Vorwort des allerersten Guide Michelin. (lk)

Und das sind Mallorcas Sterneköche:

Álvaro Salazar (Restaurant Voro, Canyamel), einziges Zwei-Sterne-Restaurant,
Fernando P. Arellano (Restaurant Zaranda, Palma),
Miguel Navarro (Restaurant Es Fum, Costa d’en Blanes),
Marc Fosh (Restaurant Marc Fosh, Palma),
Andreu Genestra (Restaurant Andreu Genestra, Llucmajor),
Jordi Cantó (Restaurant Sa Clastra, Es Capdellà),
Santi Taura (Restaurant Dins Santi Taura, Palma),
Macarena de Castro (Restaurant Maca de Castro, Port d’Alcúdia),
Jaume Vicens (Restaurant Béns d’Avall, Sóller),
Aleix Serra und Marc Marsol (Restaurant Fusion19, Playa de Muro).

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