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Affige Verwicklungen auf Mallorca

Haftstrafe nach Tierdiebstahl

Das auf Mallorca gestohlene Krallenäffchen. Foto: Guardia Civil

| Santa Eugènia, Mallorca |

Saftige Haftstrafe nach dem Diebstahl eines Affen auf Mallorca: Für die Verwicklungen nach dem Verschwinden des Tiers aus dem Natura Parc bei Santa Eugènia wurde jetzt das polizeibekannte Mitglied eines Roma-Clans zur Rechenschaft gezogen.

"El Ico" muss für 15 Monate ins Gefängnis, weil er einen Mann bedroht haben soll, der ihm das aus dem Zoo gestohlene Krallenäffchen zum Kauf angeboten hatte. Laut Gericht waren dabei auch Schusswaffen im Spiel. Der Hintergrund des affigen Falls konnte nie ganz aufgeklärt werden. Möglicherweise sollte das auf einen Wert von 600 Euro taxierte Äffchen als Trophähe an den Roma-Clan verkauft werden, wobei es dann zu einem undurchschaubaren Streit kam.

Im Gefängnis wird "El Ico" jedenfalls in bester Gesellschaft sein. Denn auch seine Mutter, die Clan-Chefin "La Paca", soll demnächst nach Mallorca verlegt werden. Das Innenministerium hat der Frau genehmigt, den Rest ihrer langjährigen Haftstrafe (unter anderem wegen Drogenhandels und Geldwäsche) auf der Insel zu verbüßen. Ihre Familie gehört zur Gruppe der Sinti und Roma, die in Spanien als "Gitanos" bezeichnet werden.

Mittlerweile ist das von der Guardia Civil sichergestellte Äffchen übrigens wieder im Natura Parc zu sehen. Das Areal bei Santa Eugènia besteht aus einem Zoo und aus einer Auffangstation für herrenlose Tiere.

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