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Debatte um Jugendheime auf Mallorca entbrannt

Die Behörden auf Mallorca nehmen jetzt Einrichtungen wie die Jugendanstalt "Es Pinaret" genauer unter die Lupe. | A. Sepúlveda

| Palma, Mallorca |

Der Fall um den Missbrauch an einem 13-jährigen Mädchen in Palmas Corea-Viertel hat auf Mallorca eine Debatte über die Zustände in Jugendeinrichtungen ausgelöst. Das Sozialamt IMAS gestand ein, von mindestens 16 Fällen Kenntnis zu haben, in denen sich ihm unterstellte Jugendliche unter Zwang prostituierten.

Mehrfach habe man Beteiligte zum eigenen Schutz bereits in Heime aufs spanische Festland verlegt. Auch das Opfer des jüngsten Falles hat eine entsprechende Verlegung beantragt.

Zudem wurde bekannt, dass in den vergangenen vier Jahren fünf staatliche Sozialarbeiter für schwer erziehbare Jugendliche auf Mallorca wegen Sexualdelikten aus dem Dienst entlassen worden sind, das gab Sozialministerin Fina Santiago (Més) bekannt.

Die rechtspopulistische Vox-Fraktion im Balearen-Parlament hat bereits den sofortigen Rücktritt des IMAS-Vorsitzenden Javier de Juan gefordert. (cze)

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