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Seegrasschutz: Tausende Schiffe mussten umparken

Eine Mitarbeiterin des Umweltministeriums kontrolliert, dass kein Boot auf Seegraswiesen ankert. | Symbolbild Archiv

| Mallorca |

Die Bodyguards der Seegraswiesen vor Mallorca hatten auch in diesem Sommer wieder alle Hände voll zu tun. Insgesamt haben sie in den vergangenen Monaten vor den Balearen 144.513 Schiffe kontrolliert – 121.904 davon, ob sich richtig vor Anker lagen. 5712 davon mussten umparken, weil ihr Anker oder ihre Ankerkette am "Posidonia" Schaden anrichtete.

Somit lag die Quote der "Falschparker auf dem Meer" in diesem Sommer bei knapp fünf Prozent. 2018 waren es noch 17 Prozent gewesen. Das teilte der balearische Umweltminister Miquel Mir und ein Mitarbeiter des Ministeriums, Marcial Bardolet, am Donnerstag mit. "Das zeigt das hohe Bewusstsein, dass es für den Schutz des Neptungrases in der Bevölkerung und dem Nautiksektor gibt", sagte der Minister.

Insgesamt waren 15 Wachboot rund um die Balearen unterwegs, fünf davon überwachen die Ankerplätze vor Mallorca. Die Mitarbeiter weisen die Skipper oder Kapitäne im Regelfall auf Verstöße hin, sollte sich jemand allerdings weigern, dann wird das Umweltministerium oder die Guardia Civil alarmiert. Das war in 62 Fällen nötig, die Beamten schreiben dann eine Anzeige. Das Anker auf Seegraswiesen ist untersagt.

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