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“Latin-Lover” betrügt wohlhabende Frauen in schickem Palmaviertel. Abgeführt!

Dermutmaßliche italienische Betrüger gab vor, Spitzensportler zu sein und konnte mit seiner Masche insgesamt 73.000 Euro ergaunern

Der Liebesbetrüger aus Santa Catalina konnte von der Polizei auf Ibiza festgenommen werden. | Foto: R. S.

| | Mallorca |

Die spanische Nationalpolizei auf Mallorca hat einen 31-jährigen Italiener verhaftet, dem vorgeworfen wird, vermögende Frauen um insgesamt über 73.000 Euro betrogen zu haben. Wie die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" schrieb, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Ganoven um einen "Latin-Lover"-Typ, der sich als ehemaliger Spitzensportler ausgab, um bei Frauen aus der höheren Gesellschaftsschicht zu punkten.

Der Mann ging in luxuriöseren Gegenden von Palma auf die "Jagd" nach Frauen der gehobenen Klasse, die er sorgsam auswählte und mit allen Mitteln der Verführungskunst köderte. Sobald er eine vermögende Geschäftsfrau professionell um seine Finger wickelte, begann er eine romantische Romanze mit ihr – mit fatalen Folgen für sein Opfer.

Eine auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Truppe der Polizei leitete Ermittlungen ein, nachdem drei Betroffene unabhängig voneinander Beschwerde gegen den vermeintlichen Kriminellen eingereicht haben. Bei seinem Vorhaben soll der Schwindler verschiedene Techniken und Methoden angewandt haben. In manchen Fällen sprach der Hochstapler die Damen auf exklusiven Partys und Events - unter anderem in Palmas Stadtteil Santa Catalina - an und gab vor, vermögend zu sein, beziehungsweise prahlte damit, reiche Geldgeber zu haben, die ihn finanziell unterstützen.

Bei einem Opfer soll es sich um eine Geschäftsfrau handeln, die der Polizei berichtete, dass sie einen Italiener kennengelernt hatte, der ein großes Vermögen geerbt hatte und es in Projekte auf den Inseln investieren wollte. Der Schwindler gewann das Vertrauen der Frau, die ihm letztendlich eine große Summe Geld lieh, da er angeblich Probleme mit seiner ausländischen Bank gehabt hätte.

Auch ein Mann wurde Opfer des mutmaßlichen Betrügers, den er beim Padel-Spiel kennengelernt hatte. Seinem Gegner auf dem Padel-Court wollte der italienische Gauner ein hochwertiges Fahrrad verkaufen. Doch obwohl der Geschädigte seine Zahlung leistete, hat er das Stahlross nie zu Gesicht bekommen.

Bei dem dritten Opfer handelt es sich um eine Frau, die der mutmaßliche Kriminelle mit derselben Masche betrügen konnte, indem er vorgab, ein Händler von Luxus-Uhren zu sein. Dabei unterbreitete er der Geschäftsfrau ein Kaufangbot für eine Armbanduhr, ohne jedoch die Ware zu liefern. Nach intensiven Ermittlungen konnte der mutmaßliche Täter auf Ibiza identifiziert und gefasst werden. Bei seinem Vorgehen agierte der Italiener geschickt, zahlte stets in bar, um keine Spuren zu hinterlassen und übernachtete in ausgewählten Hotels.

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