Vor Mallorcas Südostküste ist es am Donnerstagabend zu einem Großeinsatz gekommen. Auslöser war ein herrenloses Tretboot, dass ohne Insassen vor der Cala Marçal bei Portocolom im Wasser trieb. Von den vier Frauen, die das Boot zuvor gemietet hatten, fehlte jede Spur. Nach der nächtlichen Suchaktion sprachen die Rettungskräfte von einem "schlechten Scherz".
Den Alarm am Donnerstagabend hatte der Besitzer des Tretbootverleihs am Strand von Cala Marçal ausgelöst. Denn dieser hatte bemerkt, dass die vier Frauen das bei ihm gemietete Boot nicht zurückgebracht hatten. Daraufhin, gegen 21.30 Uhr, war die groß angelegte Suchaktion rund um die beliebte Bucht losgegangen.
Rettungskräfte finden leeres Tretboot
Ein Großaufgebot von Rettungskräften wurde rund um Portocolom mobilisiert. An der Suche beteiligten sich Beamte der Guardia Civil, der Rettungshubschrauber kreiste mitten in der Nacht über der Bucht und auch ein Schiff der Seenotrettung rückte aus. Später wurde das Tretboot auf dem Meer treibend gefunden – allerdings ohne die Insassinnen.
Da keine Vermisstenmeldungen nach den vier Frauen herausgegeben worden waren, die das Tretboot an der Cala Marçal gemietet hatten, gehen die Einsatzkräfte von einem "schlechten Scherz" aus. Es wird vermutet, dass die Frauen das Tretboot absichtlich zurückgelassen hatten und es anschließend durch die Meeresströmung von der Küste abgetrieben wurde.