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INFRASTRUKTUR

Palma tritt in die Pedale: 60 Kilometer neue Radwege geplant

Mallorcas Inselhauptstadt rüstet für Fahrradfahrer auf. In den kommenden zehn Jahren soll das bestehende Wegenetz um 55 Prozent ausgebaut werden. Kosten: Fast 13 Millionen Euro.

Palma nimmt in den nächsten zehn Jahren 13 Millionen Euro in die Hand, um das Netz von Fahrradwegen deutlich auszubauen | Foto: T. Ayuga

| | Palma, Mallorca |

Mallorcas Inselmetropole Palma will ihr Radwegenetz in den kommenden zehn Jahren massiv erweitern. Nach Plänen der Stadtverwaltung soll die bestehende Infrastruktur um gut 59 Kilometer ausgebaut werden. Das entspricht einem Plus von rund 55 Prozent gegenüber den derzeit 108 Kilometern. Für das Vorhaben seien Investitionen von nahezu 13 Millionen Euro vorgesehen, berichtet die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora".

Der Ausbau ist Teil einer langfristigen Mobilitätsstrategie und soll dem Rathaus zufolge in drei Etappen erfolgen. Bereits kurzfristig, innerhalb der nächsten zwei Jahre, sollen knapp 15 Kilometer hinzukommen. In dieser ersten Phase konzentriert sich die Stadt auf "besonders problematische Abschnitte", an denen sich Radfahrer, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer bislang den Raum teilen. Ziel ist es, "konfliktreiche Situationen an Kreuzungen" zu entschärfen sowie Engstellen an Bushaltestellen und in Bereichen mit Abfallcontainern zu beseitigen.

In einer zweiten Phase, die auf drei Jahre angelegt ist, soll das Radwegenetz weiter verdichtet werden – sowohl auf wichtigen innerstädtischen Achsen als auch an zentralen Verbindungsstraßen und in einzelnen Stadtvierteln. Nach Angaben der Stadt will man dabei vor allem die Verkehrssicherheit erhöhen und bestehende Lücken im Netz schließen. Auch hier stehen die Umgestaltung von Kreuzungen sowie Anpassungen im Umfeld von Bus­haltestellen und Müllcontainern im Fokus.

Die dritte und letzte Etappe erstreckt sich über fünf Jahre. In diesem Zeitraum sollen noch einmal rund 25 Kilometer Radweg entstehen. Damit will Palma die verbleibenden Problemstellen im Stadtgebiet angehen, an denen Radverkehr bislang mit Fußgängern kollidiert. Insgesamt sollen so mehr als 70 Kreuzungen sowie zahlreiche Haltestellen und andere neuralgische Punkte umgestaltet werden.

Finanziell ist der Großteil der Investitionen für die zweite Hälfte des Jahrzehnts vorgesehen. Rund 40 Prozent des Gesamtbudgets sollen in den letzten fünf Jahren ausgegeben werden. In den ersten beiden Jahren fließen jeweils gut 14 Prozent der Mittel, in den darauffolgenden drei Jahren jeweils etwa zehn Prozent.

Mit dem Ausbau verfolgt die Stadt nach eigener Darstellung das Ziel, den "Radverkehr als festen Bestandteil der urbanen Mobilität" zu stärken. Man wolle nicht nur neue Strecken schaffen, sondern vor allem Sicherheit und Übersichtlichkeit auf den Straßen verbessern, heißt es aus dem Rathaus. Der geplante Ausbau gilt damit als eines der zentralen Infrastrukturprojekte Palmas in den kommenden Jahren.

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